Von Joachim Graf, Redaktion iBusiness
Der Hotelier aus dem Südtiroler Ferienort Bruneck war sichtlich aufgebracht. Gerade hatte er von mir über Reiseportale und Tourismusbörsen, über Web 2.0 und Bewertungsfunktionen, über Tourismus-Blogs und nutzergenerierten Content gehört. Und dann stellte er diese Frage, die eigentlich eine Aussage war:
„Sollte man nicht …“ (er meinte eigentlich: Man muss!) „… diese übertriebene Demokratie mit Web 2.0 und Bewertungsportalen verbieten (!)?“
Fortbildung über Online-Marketing wollte der Südtiroler Tourismus Management Club mit seiner Veranstaltung betreiben. Doch für den empörten Hotelier waren die Screenshots, die Thesen und Prognosen von meinen Mitreferenten und mir eher Ausgeburten des siebten Kreises der Hölle als Handlungsanweisungen. Millionenfache Schlechtbewertungen in einschlägigen Tourismusbewertungsportalen befürchtete er, hineingesetzt von übelwollenden Konkurrenten, die mit Millionenetats hinterhältige Programmierer einstellen würden, um maschinengesteuert Dreck über sein kleines Hotel zu schleudern.
Ich gestehe, ich war bei meiner Antwort nicht so verbindlich, wie meine Mutter mir im Umgang mit fremden Menschen immer geraten hat. Denn als in der Wolle gefärbter Demokrat habe ich eine tief sitzende Allergie gegen Demokratieeinschränker und Zensurbefürworter. Und sei es, wenn dies aus purer Angst geschieht. Was ich ihm geantwortet habe war Folgendes:
Nein, weder die UN, noch die Europäische Union, schon gar nicht die Nationalstaaten würden es schaffen, den Geist der weltweiten freien Meinungsäußerung zurück in seine Flasche zu bannen. Es tue mir wirklich sehr leid, aber damit müsse er leben. Wie man eben überall mit der Globalisierung leben müsse.
Was mich an der Diskussion so fasziniert hat, war, wie exemplarisch sie eine gesellschaftliche und ökonomische Entwicklung gezeigt hat, die gegenwärtig überall in Europa stattfindet. Es sind inzwischen nicht mehr nur die Mittelständler, sondern es sind zunehmend eben auch die Kleinunternehmen, die entdecken, dass sie die kommunikative Globalisierung treffen wird. Und die darauf noch viel hilfloser reagieren. Im Tourismus sind es kleine Hotels und Pensionen, Autovermieter und Golfplätze, Wellness-Oasen und Restaurants. Sie alle lebten bislang gut in ihrer regionalen oder lokalen Nische, warm betreut vom lokalen Fremdenverkehrsamt – und nun müssen sie sich mit schlechten Bewertungen auf Portalen in Amerika, England oder China herumärgern. Kein Wunder, dass sie sich nach dem kuscheligen, versorgenden und behütenden Staat sehnen.
Was man denn tun solle, wenn ein Gast eine Kritik ins Forum der eigenen Website schreibe, wollte ein anderer Hotelier wissen. Was er denn tue, wenn ein aufgebrachter Gast an der Rezeption stehe und sich darüber beschwere, dass er in seinem Zimmer kein heißes Wasser hat, war meine Gegenfrage.
Ob aktives Beschwerdemanagement oder 1:1-Marketing – die allermeisten Kleinunternehmer haben ja das Know-how, um mit den Herausforderungen von Globalisierung und Web 2.0 fertig zu werden. Interaktiv-Dienstleister und Berater müssen ihnen nur die Übersetzung ihres traditionellen Know-hows auf Internet-Verhältnisse anbieten. Und sie an die Hand nehmen: Ihnen die Angst vor der Freiheit der großen, weiten Welt zu nehmen und die Augen für die Chancen zu öffnen.


@Herr Graf,
Ich kann den Hotelier verstehen.
Was leider immer immer immer wieder im Netz falsch verstanden wird: Freie Meinungsäußerung ist die Möglichkeit, FREI seine Meinung zu sagen, aber nicht ANONYM.
Und leider belegt die Realität im Netz tagtäglich, dass Menschen in der Anonymität von Internetforen alles zu vergessen scheinen, was Ihnen Elternhaus, Schule oder gesunder Menschenverstand beigebracht hat.
Sie pöbeln, beleidigen, hetzen – und schädigen andere Menschen. Das passiert. Und es kann so passieren, dass man damit einen kleinen Hotelier schnell ans Ende bringen kann.
Und da doch Sie hier der Experte sind, der dem Laien Hotelier etwas beibringen wollte, warum haben Sie ihm nicht gesagt, dass man kein Konzern sein muss und keine Millionen ausgeben muss, um jemanden auf Foren niederzumachen oder Bewertungen im großen Stil zu manipulieren. Warum haben Sie ihm nicht gesagt, dass man das schon mit wenigen leuten und ein bisschen technischem know-how hinbekommt?
Naja, die Kommentare hier sind auch nicht das gelbe vom ei.
Bei einer geringen Anzahl von Bewertungen zur irgendwas wie zB dem Hotel mags schon sein das die Postings eher negativ sind. Viele schimpfen aber loben nicht.
Allerdings mecken auch viele übers Essen oder Kinofilme.
Deswegen find ich das dann oft gut.
Zudem: Was hällt den Hotelier davon ab anonym das Hotel zu loben. Damit hebts den Schnitt und die Bewertungen sind das was sie nun mal sind….:
Mit Vorsicht zu geniessen.
Ein wirklich hervorragender Beitrag, der zeigt, wie wenig noch viele Leute das Web verstehen und zu nutzen wissen. Eine Web-Zensur wäre wohl das Letzte, was wir bräuchten! Freiheit ist, wenn man Freiheit umzugehen versteht.
Wikipedia hat den Brockhaus bezwungen.
Die Freiheit schafft Verlierer, und es steht nirgends geschrieben, dass man nach einmal gewinnen nie mehr verliert.
Bravo!
Ich teile Ihre Warnehmung Herr Graf und sehe die Problematik ähnlich wie Sie. Die Tourismus Industrie sollte mal die Chancen des web 2.0 gegen die “Gefahren” abwägen. Ich kann nur sagen: Wenn dem armen Hotelier jemand falsche Bewertungen gibt hat er ja die Option einfach ein kleines Video zum Sachverhalt bei youtube hoch zu laden und dann den link unter das Schmähpost zu setzen. @ absichtlich anonym > es gibt ca 2 gig Daten tendenz steigend zu jedem Bürger egal wo und wie der im Web unterwegs ist. Meinen Sie ernsthaft das Ihre Daten nur zu Marketingzwecken ausgewertet werden? Das ist noch harmlos! Glauben Sie das Ihre Datei nicht mit jedem Tag grösser wird? Ich finde man kann und muss,wenn mann Charakter hat,seine Meinung überall frei äussern, das ist das letzte unangetaste Recht und wenn Sie sich von vermeintlichen Konsequenzen einschüchtern lassen hoffe und bete ich dass Ihr Beispiel keine Schule macht, denn dann lassen Sie sich mund tot machen und das ist im Informationszeitalter in meinen Augen nur eines: FEIGE!
Die Nazis haben auch alle schön eingeschüchtert. Mit Erfolg!
Ich zitiere Erich Kästner:
Was auch geschieht!
Was auch immer geschieht:
Nie dürft ihr so tief sinken,
von dem Kakao, durch den man euch zieht,
auch noch zu trinken!
Ich kann Herrn Graf durchaus verstehen. Jeder noch so kleine Mangel wird direkt im Internet breitgetreten. In der Vergangenheit konnte man gerade im Tourismusbereich schön sein Süppchen kochen – denn die Reisebüros haben ja immer für NAchschub gesorgt. Tolle Prospekte und perfekte Werbung. Häufig habe ich schöne Illusionen verkauft bekommen. Das war nicht immer nur negativ – aber man merkte schon, das viele Hotels sich in einem besseren Licht präsentieren wollten. Das in der heutigen Zeit natürlich jedes noch so übertriebene Fitzelchen im Web 2.0 breitgetreten wird spiegelt schon ehr die Realität wieder. Aber auch hier gibt es wieder mehrere Sichtweisen. Viele Kunden können recht gut mit Bewertungen/Kritiken umgehen – schließlich sollte man den Bürger nicht ganz so für unkritisch halten.
Also liebe Tourismusindustrie – Ärmel hochkrempeln, Kritik und Internet nicht nur als Webeprospekt sehen und offen an die Probleme herantreten. Kritik hat mehr positive Seiten als so mancher User ahnt…
Zum Kommentar von “cvst”:
Einen größeren Schwachsinn habe ich schon lange nicht mehr gelesen. Anonymität im Internet ist nicht feige, sondern vernünftig. Wenn ein Bergsteiger sich an einer schweren Stelle anseilt, finde ich das auch nicht feige. Ich will keine auf meine Produktmeinungen zugeschnittene Werbung im Briefkasten haben. Ich will nicht, dass meine Wohnung durchsucht wird, weil ich mal irgendwas kritisches in einem politischen Forum gepostet habe. Ich will meine Privatsphäre schützen.
Dass einige schwarze Schafe diese Anonymität für illegale Handlungen (Verleumdung etc.) ausnutzen, ist ein notwendiges Übel. Das viel größere Übel ist Zensur und Massendatenspeicherung.
Holla die Waldfee,
eine Interessante Theorie, oder nur verkehrte (Online-) Welt?
Na ja, immerhin schon besser als der letze Artikel von Herrn Graf. Allerdings ist Web 2.0 nun ja weit mehr als ein Bewertungsportal, welches ich lässig in Web 0.1 schieben würde. Crowdsourcing, Tagging, Blogging … das ist Web 2.0. Und das kann auch niemand aufhalten.
Naja, das mit der Anonymität ist zweischneidig:
Wie oben geschrieben (und wie man in diversen Foren etc. sehen kann) können viele damit nicht umgehen und vergessen jegliche Zurückhaltung.
Dass auch viel Müll produziert wird, halte ich dagegen für nervend aber letztlich harmlos.
Beleg für beides liefert z.B. youtube. Viele Filme sind in meinen Augen eher sinnlos (aber vielleicht gehöre ich da dann auch einfach nicht zur Musikgruppe, das ist zum Großteil eine Geschmacksfrage), erschreckender sind aber dort teilweise die Kommentare (suchen Sie mal nach nem DSDS-Kandidaten, der sich blamierte, Namen nenne ich jetzt nicht), die gehen schnell in Richung Hetze und Mobbing.
Andererseits ist Anonymität sinnvoll: da ich im Gegensatz zum direkten Gespräch nicht mitkriege, wer mein Gegenüber ist, laufe ich bei fehlender Anonymität u.U. Gefahr, Leute auf die Zehen zu treten, die eher körperlich argumentieren.
Oder man schreibt gegen eine Sekte etwas, die dem Psychoterror nicht abgeneigt ist (gab es da nicht in Skandinavien einen, dessen Daten dann eine Glaubensgemeinschaft erhielt, da sie das Ausplaudern von Interna als Verstoss gegen das Urheberrecht verfolgen konnte?).
Und nicht jeder kann mit Kritik umgehen, soll beispielsweise Unternehmen geben, die dann gerichtlich dagegen vorgehen.
Letztlich wird die Anonymität dann häufig attackiert, wenn es letzlich um Unterdrückung unangenehmer Aussagen geht, also schlicht um Zensur.
Der Artikel von Herrn Graf sieht Web2.0 vielleicht einseitig, spricht aber durchaus wichtige Themen an und die anschliessende Diskussion ist ja auch durchaus selbstbezüglich (hätte man in einem direkten Gespräch auch erstmal auf die Frisur bezug genommen und sich weniger um die Ansicht gekümmert?). Und das ist ein Spannungsfeld, in dem es sicher keine einfachen Wege gibt.
Genau wie gerade hier und im Text beschrieben, gibt es immer wieder Personen die in Foren etc. ihre Wichtigkeit hervor heben möchten, ihr “ganzes Wissen” teilen möchten und wie auch schon beschrieben uneinsichtig sind.
Ich bin selber betreiber eines Forums.
Zur Zeit löse ich es “diktatorisch” im Sinne von klaren Grenzen der Sprache und bei Anmeldungen zum Forum wird der neue User beobachtet und ev. auf Regelungen hingewiesen.
Aber immer mit einer positiven Brille gesehen.
Ist aber jemand uneinsichtig, wird er nach zweimal gesperrt.
Texte die persönlich werden, werden mit einem hinweis gelöscht. (User hat vorher die Möglichkeit die Aussage zu überarbeiten).
Ich weiss das dies auch nicht optimal ist, spile ich doch die Zensur. Aber Mein Forum ist mir wichtiger als eine einzelner dem langweilig ist und die Grenzen nicht kennt.
Aber wer mal selber sehen will wie es in Foren abgeht wo es um eine emotionale Stimmung geht der soll mal in einem Landroverforum fragen warum er nicht Toyota fährt…. ist eine “Lustige Angelegenheit”.
Zum Web 2.0 wie immer werden wenn man nichts weiss oft eigene Weisheiten von zig verschieden Informationen zur eigenen Weisheit zusammen gebaut, und schon weiss man bescheid und kann mit reden. Dabei kennt er sich eingtlich gar nicht damit aus. Globalität birgt bestimmt Gefahren, aber es bringt auch Chancen.
Viele in den Bergregionen beklagen sich über zu wenig Geschäfte, also her mit der Glabalisierung, aber der Service muss halt auch stimmen….. aha…..
Ich bin auch überzeugt, das die Antivirus Industrie immer da sein wird um Gegenmittel bereit zu halten das das Internet einigermassen sauber bleibt. Zumal man sich auf mehr oder weniger normalen Seiten befindet.
Ich glaube das das Web. 2.0 Viele Chancen birgt, und man mit den Gefahren lernen muss richtig umzugehen.
So viel gesagt und nichts dabei gewonnen, trotzdemn allen eine schöne Woche.
Gruss aus der Segelnation Schweiz
Den Geist der weltweiten freien Meinungsäußerung … So sprechen Menschen die im allgemeinen wenig mit dem Internet zu tun haben. Welchen Geiste des Web 2.0 meinen Sie denn? Die lustigen Videos auf Youtube? Die milliarden Trollkommentare auf Heise? Den Bildermüll auf Flickr von denen 0.0005% interessant ist? Oder der Textkontent auf Wikipedia? Der wie erfahrene Wikipedianer wissen zu 90% aus unendlich sinnlosen Diskussionen und zu 10% aus Artikeln besteht. Von denen aber nur den naturwissenschaftlichen Artikeln getraut werden kann. Und manchmal nicht mal Denen. Das ist das achsohochgelobte Web 2.0. Der ganze restliche Kram hat mit dem Web 2.0 nichts zu tun und war schon vorher da. (Mal abgesehen davon das sich jeder Experte über den blödsinnigen Begriff Web 2.0 wahlweise zu tode lacht oder verärgert ist. Das ist ein reiner Medienbegriff und hat technisch keine Abgrenzung. ) Bewertungsseiten sind größtenteils grob wahrheitsverfälschend. Da hat der Gastwirt vollkommen recht. Was meinen Sie wer auf ein Portal geht um seine Meinung kund zu tun? Derjenige der sich über seinen Hotelaufenthalt geärgert hat oder derjenige der Ihn genossen hat? Keine Ahnung was sie von Beruf sind. Aber bevor Sie Andere maßregeln weil diese angeblich keine Ahnung vom Web 2.0 und der tollen weltweiten Demokratie durch das Netz haben … sollten Sie sich besser vorab mit dem Thema intensiv beschäftigen.
@Matze:
Dem kann ich mich im Wesentlichen anschließen. Das Web 2.0 ist noch jungfräulich und eh’ man sich versieht, gibt es irgendwann ein web 3.0. Dabei hatte man sich gerade erst an Web 2.0 gewöhnt…
Außerdem birgt anfängliche Anonymität die Gefahr von Anarchie, was sich in entsprechenden katastrophalen und stumpfsinnigen Beiträge wiederfindet. Gewiß, eine recht harmlose, aber meiner Ansicht nach nervige Sache.
Das vielzitierte Web 2.0 ist wohl nur deshalb in aller Munde, weil es eben noch neu ist und viele gar nicht die damit verbundenen Möglichkeiten abschätzen können. Diese Diskussion wird auch wieder abebben, weil auch dort nur mit Wasser gekocht wird.
Interessant wird aber ganz sicher der Aspekt des Ausspähens und ausgespäht werden.
Nunja ich finde diese ganze Web2.0 Geschichte einfach viel zu aufgebläht. Man liest nichts anderes mehr und alles wird gehyped, diskutiert, gepriesen oder verdammt nur weil web 2.0 draufsteht. Es geht meiner Meinung nach auch viel zu weit von direkterer Denokratie zu sprechen. Klar kann man aus Benutzerkommentaren vielleicht den ein oder anderen Hinweis ziehen aber ist es genauso wie bei vielen Foren mittlerweile, die Leute reden ohne eine Sekunde zu denken, antworten auf konkrete Fragen mit völlig unpassendem Unsinn und kommen sich dabei noch mächtig schlau vor. Ich war vor einiger Zeit einige Monate in Südamerika unterwegs und weiß aus eigener Erfahrung wie wenig man auf Bewertungen und Kommentare zu Unterkünften geben kann…Diese Bewertungsseiten sind nur dazu gut um gewisse Tendenzen zu erkennen…das eine Revolution und die neue Stimme des geplagten Verbrauchers zu nennen geht mir ein bißchen zu weit…
Da hat Web 2.0 einen Teil meines Textes verschluckt, das passt ja wie die Faust aufs Auge :)
IT Grundrecht gegen anonyme Hetzer und Spinner im Internet!
Das vom Bundesverfassungsgericht postulierte Grundrecht auf Vertraulichkeit und Integrität von IT-Systemen verbessert nach Auffassung von Internetkennern nicht nur die Bürgerrechte gegenüber Online-Ausspähungen des Staates. Das Karlsruher Urteil stärkt den Einzelnen auch gegen Übergriffe von anonymen Denunzianten und Heckenschützen. Nicht nur der Staat Deutschland bedroht die Privatsphäre und Freiheitsrechte, sondern auch Internetportale, bei denen man sehr leicht mit Pseudonymen und phantasievollen Kürzeln seine Identität zunächst verbergen kann. Wenn Webseiten-Betreiber eine Plattform für strafrechtlich relevante Tatbestände bieten, müssen Sie jetzt mit ernsten Konsequenzen rechnen.
Der jetzige Zustand in Foren und Blogs sollte schnell beseitigt werden. Wer die Freiheiten die das Internet bietet dazu nutzt, andere zu verleumden, verletzt elementare Grundrechte. Anonymität führt zum Gegenteil von Freiheit Sie führt zur Meinungswillkür, zur Ahnungslosigkeit, zum selbst gewählten Autismus. Eine offene Gesellschaft erträgt unterschiedliche Meinungen und Positionen. Feigheit aber ist Vorhut der Tyrannen.
Web 2.0 ist unbrauchbar, solange die Anonymität der User gegeben ist. Auf Erfahrungesberichte Profilierungssüchtiger Internet Freaks kann ich verzichten. Es herrschen schlimme Zustände in Bewertungsforen, Themenforen etc. Mir fällt dazu dies ein, Namen des Schreiberlings ist mir nicht mehr bekannt:
IT Grundrecht gegen anonyme Hetzer und Spinner im Internet!
Wenn ich “Märchen” und “Geschichten” lesen will, dann lese ich Texte der “Blogger” oder surfe durch die “Twitter–Welt”. Sinnloses Zeugs von Menschen für Menschen mit zu viel Zeit. Das musste mal raus. Verabschiede mich, bevor ich dazu neige noch mehr Teil des Web 2.0 zu werden und greife zu Fachlitaratzr, Fachmagazinen etc.
Einfacher gesagt als getan: Wer nicht mag, muss ja auch nicht mitmachen. Wenn aber die Reisbüros nicht mehr die Hauptanlaufstelle sind und damit ihre Gatekeeper-Funktion verlieren, muss das kleine Unternehmen handeln. Wie wird man auffindbar? Reiskataloge sind soetwas wie die GelbenSeiten. Viele Unternehmen werden auffindbar. Warum Web2.0.? Weil auch die GelbenSeiten mittlerweile nicht mal online vorne sind und von den frischen Mitmachseiten überholt werden? Weil auch Verlage merken, dass ihre investitionsangst abgestraft wird, das gleiche gilt für die Musikindustrie.
Wenn Web2.0. Angebote richtig anziehen haben nur wenige das Geld dagegen anzugehen. Ebenso gibt das spannende Phänomen der Selbstregulierung von Communities. Versuchen Sie mal bei Wikipedia mit Dreck zu werfen. Das hat eine Halbwertszeit von ein paar Minuten. In diesem Sinne: Habe Mut! ;-)
Die direktere Demokratie ist ja in diesen Landen erfolgreich abgewendet worden.
Aber mit Verlaub: www ist so etwas von direkt – das ist nicht schnell mal revidierbar.
Mit dem Gejaule des ‘langhaarigen Gefährten’ wird doch etwas ganz anderes bejammert:
1. den bisherigen Küngeleien der Firmen und _Experten_ steht der mehr oder weniger faire Erfahrungswert der Masse gegenüber, die für jeden eine (immer massgebendere, weitere) Entscheidungshilfe darstellen.
2. Web 2.0 erfordert einen saubereren Umgang mit Daten (vorausgesetzt der Gesetzgeber erkennt die Problematik). Das ist mit den bisherigen Applikationen wohl so nicht möglich. Also: Neuinvestitionen in Web 2.0 – kompatiblen und unkritischen Lösungen und Konzepten.
Web 2.0 ist ein Spiegel des Wandels der Gesellschaft im Umgang mit Informationen, den die IT kontinuierlich mitgeht.
Da kann dieser Herr aus dem ‘Auenland’ auch nichts ändern.
“Internet is for Porn” ein alter Hut! Viel hab ich im Internet gelernt, man muss nur wissen, wie man die nutzlosen von den nuetzlichen filtert.
Ich finde Bewertungsportale klasse, und auch dort ist es moeglich, nutzlose von nuetzlichen Informationen zu unterscheiden.
Es entwickeln sich ja zur Zeit auf vielen Portalen Systeme, um unnuetze Informationen durch die User zu filtern, was meiner Meinung nach schon sehr gut funktioniert.
Ich denke, dass die aeltere Generation noch Probleme hat, Informationen zu filtern. Medienkompetenz ist hier der Schluessel.
Web 2.0 ist [...]* und gehört ganz sicher verboten. Alles, was Web 2.0 hervorbringt sind [...] wie mich die zu jedem [...] ihren unqualifizierten Senf dazugeben müssen.
Das ganze [...] Internet besteht doch eh nur noch aus Viren und Pornos und Spam und Trojanern und Cross-Site-Scripting und Rootkits. Braucht kein Mensch. Schonmal was von der Resonanzkatastrophe gehört? Resonanzkatastrophe ist, wenn EDEKA Tante-Emma-Läden BAUT, nicht aufkauft, sondern BAUT. In 10 Jahren gibts ganz sicher kein Internet mehr, weils keiner mehr nutzen kann, ohne dass automatisch 50.000 Euro von seinem Konto abgebucht und in Viagra-Aktien investiert werden.
* von der Redaktion gelöscht; siehe http://www.mittelstandswiki.de/Hilfe:Diskussionen_und_Kommentare
Großartig be- und geschrieben. Mir fehlt nur ein einziger Satz jener, die unbelehrbar sind und dem ewig Gestrigen nachhängen: “Haben wir immer so gemacht, daran ändern wir nichts!” oder um es vornehmer zu formulieren: “Einige würden auch nach der Sonne schlagen, wenn sie sie beleidigte.”
@CMG
Wenigstens den Text könnten Sie richtig lesen.
Informationen interpretieren, anfangen zu denken und vieles
wird besser für Sie.
Sehr geehrter Herr Pferdeschwanzträger,
Sie machen es sich wirklich zu leicht.
Ihre besserwisserische Arroganz hat dem Hotelier sicherlich kein Argument vermittelt, das ihn kompenter urteilen ließe.
Insofern haben SIE das Klassenziel verfehlt.
Solche Belehrungen wie SIe sie von sich geben, helfen niemanden und zeigen in keinster Weise eine Auseinandersetzung mit der Problematik.
WO ist Ihr Ranking? Da würde ich gerne mal was reinschreiben.
CMG