Deutschland fehlen nach Angaben von Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) 36.000 Ingenieure und etwa 70.000 IT-Experten. “Wenn ich die Programmierer aber nicht habe, kann ich auch die Arbeitnehmer an der Maschine nicht beschäftigen”, sagte der FDP-Politiker vor Journalisten, berichtet das MittelstandsWiki.de.
Nach einem Messerundgang forderte Brüderle dazu auf, diese Engpässe schnellstmöglich zu beseitigen. Vorstellungen, “vornehmlich aus dem Süden der Republik nach dem Motto: Bevor wir nicht den letzten Schulabbrecher zum Diplomingenieur ausgebildet haben, dürfen wir über Zuwanderung nicht sprechen“, seien nicht hilfreich. “Dann haben wir verloren”, unterstrich Brüderle.
Der Wettbewerb um qualifizierte und talentierte Kräfte sei weltweit im Gange. Daher müsse in Deutschland frei von Ideologie und Schützengräben von gestern über die Zuwanderung diskutiert werden. Es sei das legitime Recht des Landes “zu entscheiden, wen wir einladen, zu uns zu kommen und wen wir nicht einladen, zu uns zu kommen.” Große Einwanderungsnationen wie Kanada und Australien hätten seit Jahrzehnten ein Punktesystem, mit dem Qualifikationen von Einwanderern und Nachfrage der Wirtschaft bewertet würden. Dies werde Deutschland auch benötigen, sagte Brüderle.
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Brüderles “Fachkräftemangel” existiert allein in seinen Wunschvorstellungen. Das Institut für Arbeits- und Berufsforschung (IAB) und die Bundesagentur für Arbeit wollen z.B. nicht von einem generellen Fachkräftemangel sprechen. Die Anfrage der Linken im Bundestag zum Thema http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,746411,00.html hat das Arbeitsministerium sehr ausweichend und dürftig beantwortet. Stattdessen wünscht sich Brüderle mehr Zuwanderung, um die Konkurrenz bei den Arbeitnehmern für die wenigen offenen Stellen
weiter anzuheizen und damit weitere Lohndrückerei zu ermöglichen. Eine Änderung dieser Politik scheint offenbar nur durch drastische Erhöhung der Parteispenden der Arbeitnehmer an die FDP möglich…