Es war 1984, als ich das erste Mal die Gebühreneinzugszentrale (GEZ) von ihrer hässlichsten Seite kennen lernte. Wenige Wochen zuvor war ich aus einem Stasigefängnis aus der DDR in den Westen entlassen worden, als der Westdeutsche Rundfunk bei mir klingelte. Der Herr vom WDR tat so, als wollte er mich zu eben diesem Thema interviewen. Dann zeigte er auf den Minifernseher, der als Monitor an einem Commodore-Computer angeschlossen war, und auf den Radiowecker neben dem Bett, zückte ein Formular und zwang mich zur Kasse.
Herbstliche Grüße aus dem sonnigen München

Äinschi Jacobsen, die dem Harry sein Stefan ist
Von Angela alias Äinschi Jacobsen
Hab ich das jetzt wirklich geschrieben? Ja, ich schau extra nochmal in meinen Sent-Folder und entdecke meine neue Abschiedsgrußformel. Ich habe tatsächlich geschrieben: „Herbstliche Grüße aus dem sonnigen München!“ Was ist denn mit mir los? Ich renne doch sonst nicht jedem Trend hinterher. Aber scheinbar hat mich da die seit geraumer Zeit neue Abschiedsfloskelmanie voll am Kragen gepackt.
Wenn Twittern sogar im Duden steht
Von Angela alias Äinschi Jacobsen
Neulich sitz ich mit Harry am Strand einer griechischen Insel und wir spielen Backgammon. Harry gewinnt ständig, und ich bin etwas gereizt. Geht es schließlich um die Bezahlung der Sundowner-Cocktails, und meine Reisekasse beginnt sich langsam kontinuierlich zu reduzieren. Um sie etwas abzulenken, versuche ich es mit etwas „Konversation“. „Sag mal Harry“, frage ich scheinheilig, „bist du eigentlich auf Facebook?“
So kann man nicht mit der Krise reden
Von Angela alias Äinschi Jacobsen
Letztens sitz’ ich so gemütlich daheim vorm Fernseher und lasse mir von Schuldenberater Peter Zwegat aus Berlin zeigen, wie er in der Rezession RTLs Gnadensonne auf insolvente Unternehmer herabscheinen lässt, da klingelt’s an der Tür. Ich wundere mich, wer denn so unangekündigt einfach abends bei mir reinschauen möchte – öffne aber neugierig wie immer – und … – da steht SIE da: die Krise.
Bis ich mich groß artikulieren kann, kommt sie rein, setzt sich neben mich aufs Sofa und lacht mich frech an. Aha, denk ich mir, jetzt ist sie da, die Krise. „Herzlich willkommen“, sag ich in ihre Richtung, greif’ zum Telefon und ruf Harry an: „Du Harry,“ sag ich, „die Krise ist da.“
Apple. Oder der Segen der Religion.
Von Joachim Graf, Redaktion iBusiness
Im Umgang mit den Produkten der Firma Apple Inc. gibt es nur zwei Zustände: Man verfällt in religiöse Verzückung oder ist genervt über das Bohei ihrer Benutzer. Ich gehöre zur zweiten Kategorie. Muss aber eingestehen, dass die öbstlichen Produkte auch ihr Gutes haben.
Wenn ich – was gelegentlich vorkommt – eine Keynote halte über virale Konzepte oder über Web 3.0, dann komme ich für gewöhnlich auf das Thema „Evangelisierung“ zu sprechen. In diesem Zusammenhang erzähle ich für gewöhnlich, wie sehr ich die Firma Apple bewundere:
Wann wir Interaktiv-Experten zu schnell sind
Von Joachim Graf, Redaktion iBusiness
Was mit denen passiert, die zu spät kommen, das wissen wir bereits seit Michail Gorbatschow. Interessanter (schon aus Egoismus) ist für mich allerdings das Schicksal der Sorte Mensch, zu der Sie und ich gehören.
Es ist mir nicht zum ersten Mal passiert. Aber als ich da auf der Bühne stand und die Fragen beantwortete, die mir vom Publikum entgegengeschleudert wurden, da wusste ich: Du warst wieder mal zu schnell.
Schnell im Bizz (Pressemitteilung)
Die Zukunft von Paid Content
Von Joachim Graf, Redaktion iBusiness
Abgesänge auf bezahlte Inhalte habe ich in den vergangenen Jahren immer wieder gehört. Dabei wird es auch in Zukunft immer bezahlten Inhalt geben. Auch wenn das manche Veranstalter von Internet-Kongressen sowie Evangelisten nutzergenerierter Inhalte – so genannte UGC-Prediger – nicht wahrhaben wollen.
Die Anfrage war eigentlich wie immer: Ob ich denn nicht Lust hätte, einen Vortrag auf einem von dem anfragenden Unternehmen organisierten Fachkongress zu halten. Eine halbe Stunde oder so. Und möglichst tief gehend und analytisch – Zielgruppe wären immerhin Entscheider.
Schwimmkurs für Informationstreibgut

Joachim Graf, Verleger und Zukunftsforscher
Von Joachim Graf, Redaktion iBusiness
Nein, wir leben nicht in einer Zeit des Informations-Overloads. Das eigentliche Problem ist ein ganz anderes. Aber zum Glück ist ein Kraut dagegen gewachsen.
„Um Gottes Willen, ich muss ohnehin schon so viel lesen.“ Das ist gemeinhin das Argument, mit dem Publisher und Verleger, Buchautoren und Strategiepapierautoren zu kämpfen haben, wenn sie ein neues Stückchen Content an ihre Zielgruppe bringen wollen. Hinter diesem Stoßseufzer verbirgt sich die feste Überzeugung, dass wir in einer Zeit des Informations-Overloads leben. Nichts könnte falscher sein.
Warum Telearbeit den Durchbruch schaffen wird

Joachim Graf, Verleger und Zukunftsforscher
Von Joachim Graf, Redaktion iBusiness
Man nehme drei Trends, die miteinander wenig zu tun haben – Bandbreitenwachstum, den kletternden Ölpreis und Web 2.0 –, und man hat einen neuen Trend, der eigentlich ein alter ist: Telearbeit.
Die Zahl der optimistischen Prognosen über die Zukunft der Telearbeit ist Legion. Aktuell gehandelt werden Studien von ISI und IDC.
Marktforscher IDC prognostiziert in den kommenden drei Jahren einen Anstieg der Telearbeiter auf weltweit 850 Millionen – vor allem in den USA und in Asien. In Deutschland ist es das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI), das in einer Delphi-Studie im Bereich Arbeit die höchsten Virtualisierungspotenziale entdeckt hat.
Machen Sie Ihrer Agentur den Prozess!

Joachim Graf, Verleger und Zukunftsforscher
Von Joachim Graf, Redaktion iBusiness
Der Absturz der 3D-Community Second Life in der Gunst der deutschen Markenverantwortlichen war kein Einzelfall. Jetzt geht es um Web-2.0-Konzepte, denen ein ähnliches Desaster droht. Helfen kann allerdings nur ein prinzipielles Umdenken in den Unternehmen.
Mit der Geschwindigkeit, mit der die Idee von Web-2.0-Techniken in die Marketing-Chefetagen der Unternehmen und die Köpfe der Werbeagenturbosse einsickert, steigt die Gefahr. Die Gefahr, dass die Ideen verbrannt werden, bevor sie ihre Wirksamkeit für die Unternehmenskommunikation beweisen konnten.
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