Deutscher Mittelstand hat hohen Bedarf an VoIP-Diensten

Traditionelle Telekom-Betreiber müssen jetzt handeln, um preiswerte Internet-Anbieter und andere neuartige Telekom-Anbieter daran zu hindern, den deutschen Markt für Voice over IP (VoIP) zu dominieren.

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Dies ist das Fazit einer Untersuchung zum deutschen Telekommunikationsmarkt für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU). Die Studie wurde von Broadsoft in Auftrag gegeben, einem führenden Anbieter von VoIP-Applikationssoftware, und von Savatar Consulting durchgeführt.

Wesentliche Erkenntnisse der Studie in Kürze:

  • 64 Prozent der deutschen KMU sind an VoIP-Diensten interessiert
  • 32 Prozent der deutschen KMU betrachten traditionelle Telekommunikationsunternehmen als VoIP-Anbieter
  • Nur 15 Prozent der deutschen KMU sind sich der erweiterten VoIP-Möglichkeiten bewusst
  • Die Untersuchung ergab Parallelen zwischen dem derzeitigen deutschen Markt und dem US-Markt im Jahr 2005. Traditionelle Telekom-Provider verloren dort anschließend ihre führende Marktposition an neuartige Telekom-Anbieter. Die Studie zeigt, dass derzeit auf dem deutschen VoIP-Markt für KMU die traditionellen Telekom-Betreiber führen. 32 Prozent der KMU sehen die traditionellen Betreiber als die wichtigsten Anbieter für geschäftlich genutzte VoIP-Dienste an. Hingegen bevorzugen nur acht Prozent der KMU die neuen Marktteilnehmer.

    Diese Ergebnisse gleichen auffällig den Verhältnissen im US-Markt vor 18 Monaten. Seither haben allerdings Vonage, Skype und andere Mitbewerber, die ausschließlich VoIP-Dienste anbieten, aggressive VoIP-Marketingkampagnen durchgeführt. Derzeit haben die neuen Anbieter auf dem US-Markt mit 23 Prozent die Führung übernommen, während sich die traditionellen Betreiber bei zehn Prozent bewegen.

    „In den vergangenen 18 Monaten erlebten wir, dass die etablierten Telekom-Provider in den USA zögerten oder eine Reihe falscher Schritte unternahmen, die neuen Anbietern wie Vonage und Skype die Chance boten, ihnen die Marktdominanz streitig zu machen“, resümiert John Macario, President von Savatar Consulting. „Die deutschen Betreiber riskieren, diese Fehler zu wiederholen und ihre Marktdominanz zu verlieren. Die entscheidende Erkenntnis aus unserer Studie ist, dass die deutschen KMU an VoIP interessiert sind, und dass sie die VoIP-Dienste einer wachsenden Zahl neuartiger Provider in Anspruch nehmen, wenn die traditionellen Anbieter ihre IP-Produkte nicht aktiv fördern und bewerben.“

    Die von Broadsoft beauftragte Erhebung kam zu dem Ergebnis, dass der deutsche Markt ein großes Potenzial für VoIP-Dienste bietet. Hier sind 70 Prozent der KMU an VoIP interessiert beziehungsweise sehr interessiert. In Europa insgesamt zeigen hingegen 64 Prozent der KMU kein oder nur geringes Interesse an VoIP-Diensten. Allerdings sind viele deutsche KMU nur recht oberflächlich über die Vorteile von VoIP informiert. So betrachten 84 Prozent der deutschen KMU VoIP ausschließlich als Weg, billig zu telefonieren. Hingegen sehen nur 15 Prozent VoIP in erster Linie als Mittel an, fortschrittliche Sprachfunktionen zu beziehen, die eine teuere PBX am Firmenstandort ersetzen können. Auf dem weiter ausgereiften US-amerikanischen Markt sehen nur 43 Prozent der KMU VoIP in erster Linie als Mittel, billig zu telefonieren, während die Verteilung auf die anderen Aspekte gleichmäßiger ist: Rund 20 Prozent betrachten VoIP als Angebot fortschrittlicherer Sprachfunktionen und 20 Prozent identifizieren VoIP mit einer einfacheren und ökonomischeren Methode, das Unternehmensnetzwerk zu verwalten.

    „Es herrscht bei den herkömmlichen Telekom-Betreibern eine verständliche Zurückhaltung, für VoIP-Produkte zu werben, denn VoIP führt zu einer Erosion der Gewinnspannen. Die Studie zeigt jedoch, dass es für alle Telekom-Anbieter, besonders die bekanntesten, wichtiger ist als je zuvor, den Markt aktiv darüber zu informieren, auf welche Weise VoIP-Dienste Unternehmen an den heute sehr mobilen, konvergenten Arbeitsplätzen signifikante Produktivitätsverbesserungen bieten können“, erklärt Craig Decker, Head of EMEA Sales von Broadsoft.

    „Viele der etablierten Betreiber sehen den Wert von VoIP-Lösungen, den Plattformen wie Broadworks von Broadsoft bieten“ fügt Gerd Ternes, Regional Vice President, Central and Eastern Europe von Broadsoft, hinzu. „Die traditionellen Telekom-Betreiber in Deutschland sollten die Resonanz aus diesem wichtigen KMU-Markt, die die Savatar-Studie bietet, berücksichtigen und die Präsenz ihres Unternehmens im VoIP-Segment aktiv intensivieren, um die Konkurrenz auf Distanz zu halten.“

    Savatar befragte 410 europäische KMU in Großbritannien, Frankreich, Deutschland und den Niederlanden über ihre Einschätzung und Erfahrung mit geschäftlich genutztem VoIP. Die Untersuchung enthält Preisanfragen für VoIP-Dienste von europäischen Betreibern, um einschätzen zu können, wie ausgereift die Vertriebsmechanismen sind. Savatar hat eine analoge Untersuchung für den US-Markt durchgeführt.

    Über Broadsoft
    Broadsoft bietet VoIP-Applikationssoftware für die Auslieferung von Telefonie- und Multimedia-Diensten. Die Flagschiff-Technologie Broadworks eröffnet Betreibern für Mobilfunk-, Festnetz- und Kabel-Infrastruktur die Auslieferung von Sprach- und Multimedia-Applikationen der nächsten Generation. Sie bietet fortschrittliche Funktionen als Möglichkeit für Umsatzsteigerungen und den Ausbau von Wettberbsvorteilen. Mit dieser Technologie können Anbieter die Zufriedenheit ihrer Kunden steigern. Die Broadsoft-Familie von Software-Produkten der Carrier-Klasse liefert die Skalierbarkeit, offene Architektur und Zuverlässigkeit, wie die weltweit führenden Telekommunikationsunternehmen sie benötigen, um ihre wichtigen Breitband-Kunden, Unternehmen wie Privathaushalte, zu bedienen. Broadsoft stattet sieben der ersten zehn und 13 der ersten 25 weltweit führenden Carrier, gemessen am jährlichen Umsatz, mit VoIP-Applikationen aus. Zu den Kunden zählen Korea Telecom, Singtel, Sprint, Telefonica de Espana, Telstra, T-Systems und Verizon.

    Weitere Informationen unter www.Broadsoft.com