Giesecke & Devrient zeigt auf Smartcard-Technologie basierende Sicherheitslösungen

Dass die Europäische Bürgerkarte mehr ist als nur ein Ausweis, zeigt Giesecke & Devrient (G&D) auf der diesjährigen CeBIT. Das Unternehmen stellt erstmals vor, wie man mit einem elektronischen Ausweisdokument auf Webseiten sicher zugreifen und Transaktionen vornehmen kann und welchen Vorteil das beispielsweise für Kinder hat.

Anzeige

Doch das ist nur eines von vielen Themen des diesjährigen Messeauftritts: G&D, weltweit zweitgrößter Hersteller von Smartcards, präsentiert dort unter anderem einen auf SIM-Karten basierenden Service zur Abrechnung mobiler Fernsehprogramme. Auch auf dem Stand der DAK-Krankenkasse (Halle 9, Stand E63) ist G&D vertreten. Hier wird neben dem kompletten Herstellungsprozess einer elektronischen Gesundheitskarte gezeigt, wie auf der Karte die Versichertenstammdaten aktualisiert werden können.

Kinder haften für ihre Eltern
Mehr Sicherheit dank maschinenlesbarer biometrischer Daten: Die so genannte Europäische Bürgerkarte (European Citizen Card, ECC) mit integriertem Chip speichert neben Name, Geburtsdatum und Augenfarbe auch ein elektronisches Foto sowie zwei Fingerabdrücke. Das Sicherheitsprotokoll Extended Access Control (EAC) sorgt dafür, dass nur Berechtigte Zugriff haben. Giesecke & Devrient, das dies als eines der ersten Unternehmen realisiert, demonstriert in Hannover nun erstmals den sicheren Zugriff auf Inhalte im Internet: Anhand dreier Beispiele können sich die Messebesucher von den Vorteilen des im Rahmen der europäischen Standardisierung empfohlenen „EAC-online“ Protokolls überzeugen. Dazu zählt neben dem Zugriff auf die Seiten einer Meldebehörde oder eines Onlineshops auch der sichere Zugang zu Kinderportalen. Nach der Überprüfung gibt die Karte dann ausschließlich die für eine Transaktion benötigten Daten frei, im Falle des Zugangs zu einem Kinder-Chatroom zum Beispiel das Alter. Damit ist sichergestellt, dass hier nur berechtigte Benutzer Zugriff haben – im konkreten Fall Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren.

Gesundheitsmanager im Scheckkartenformat
Mit der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) sind zahlreiche neue Anwendungen im Gesundheitswesen geplant. Deren Koordination und Verwaltung erfordert eine maßgeschneiderte Infrastruktur – das Karten-Applikations-Management-System (KAMS). Zahlreiche Funktionen, von der Datenerfassung über die Personalisierung bis zur Sperrung der Karte oder der Ersatz bei Verlust, werden erst durch das KAMS ermöglicht. Am Stand der DAK zeigt G&D den kompletten Kartenherstellungsprozess sowie das Aktualisieren von Versichertenstammdaten auf der Gesundheitskarte. Dieses Nachpersonalisierungsverfahren (Post Issuance Personalization, PIP) – eine Eigenentwicklung von G&D – wird in Hannover erstmals live vorgestellt. Hierbei werden zum Beispiel Adressänderungen an die Krankenversicherung weitergegeben und in das KAMS eingepflegt. Beim nächsten Arzt- oder Apothekenbesuch werden die Daten auf der jeweiligen Karte aktualisiert. Das System ist für mehrere 10 Millionen Patientenkarten ausgelegt.

Megaspeicher-SIM-Karten für neue mobile Anwendungen
Erst vor kurzem wurde G&D von TeliaSonera für einen ersten Test mit der Lieferung von SIM-Karten beauftragt, die über eine Speicherkapazität von einem Gigabyte verfügen und auf einer Chip-Plattform von Samsung basieren. Für den Pilottest bei TeliaSonera liegen im High-Density-NAND-Flash-Speicher der GalaxSIM genannten SIM-Karten diverse Daten und Anwendungen, wie zum Beispiel Grafiken und Logos, eine Auswahl an Pocket-PC Spielen und eine Telefonbuch-Anwendung von G&D (GalaxSIM Sync), die eine automatische Sicherung von Telefonbucheinträgen auf der SIM-Karte ermöglicht. Neue Telefonbucheinträge im Mobiltelefon werden von GalaxSIM Sync sofort erkannt und als Backup im typischen VCard-Format auf der SIM-Karte gespeichert, so dass bei einem Wechsel des Mobiltelefons die Einträge einfach und lückenlos von der SIM-Karte auf das neue Gerät überspielt werden können.

Kreditkarten „à la carte“
Manchmal sagen Bilder eben mehr als Worte. Egal ob es sich um Schnappschüsse von Freunden, der Familie oder aus dem letzten Urlaub handelt – individuell bedruckte Kreditkarten sind gefragt. Dank des „Instant Issuing-Systems“ von Giesecke & Devrient gehören lange Wartezeiten, wie sie bislang von der Bestellung bis zur Auslieferung von Foto-Kreditkarten üblich waren, nun der Vergangenheit an: Innerhalb weniger Minuten halten Bankkunden nun eine Kreditkarte mit ihrem Lieblingsmotiv in den Händen. In Hannover präsentiert G&D den Prototypen einer solchen Hard- und Softwarelösung, die die Sofortausgabe individuell bedruckter Kreditkarten ermöglicht. Banken können ihren Kunden nun innerhalb weniger Minuten Kreditkarten mit deren Wunschmotiv aushändigen, da die Karten direkt in den Räumen der Bank oder auf Veranstaltungen bedruckt und ausgegeben werden können.

SIM-Karten sichern Zugriff auf mobiles TV-Programm in Italien
Der TV-Empfang auf Mobiltelefonen ist ein weiteres wichtiges Thema auf der diesjährigen CeBIT. Kunden italienischer Mobilfunkanbieter gehören weltweit zu den Ersten, die mit dem Handy fernsehen können. Vodafone, der zweitgrößte Mobilnetzbetreiber des Landes, bietet seit kurzem entsprechende Programme an, die – ähnlich wie beim Bezahlfernsehen an herkömmlichen Fernsehgeräten – verschlüsselt übertragen werden. Für die sichere Speicherung und Verwaltung der Schlüssel und der Nutzerrechte sorgen SIM-Karten von Giesecke & Devrient; gleichzeitig ermöglichen sie es Vodafone, die TV-Gebühren direkt über die SIM-Karte abzurechnen.

Über Giesecke & Devrient
Giesecke & Devrient (G&D) ist Technologieführer bei Smartcards und Anbieter chipkartenbasierter Lösungen für die Bereiche Telekommunikation, elektronischer Zahlungsverkehr, Gesundheit, Identifizierung, Transport sowie IT-Sicherheit (PKI). G&D ist zudem führend in der Herstellung von Banknoten und Sicherheitsdokumenten sowie in der Banknotenbearbeitung. Die G&D Gruppe mit Sitz in München hat Tochterunternehmen und Joint Ventures in der ganzen Welt. Im Geschäftsjahr 2005 beschäftigte das Unternehmen mehr als 7500 Mitarbeiter und erwirtschaftete einen Umsatz von 1,24 Milliarden Euro. Weitere Informationen finden Sie unter
www.gi-de.com