Steckdosen-Netz unsicher

Beim Verteilen von Musik, Video oder Daten aus dem Internet durchs ganze Haus dominieren Kabel oder WLAN-Funknetze. Eine etwas kostspieligere, aber bequeme Alternative sind schnelle Powerline-Adapter für die Steckdose. Auch für Powerline gilt allerdings: Eine sichere Datenübertragung gibt es nicht ab Werk, so das Computermagazin c’t in der aktuellen Ausgabe 10/07.

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Die sicherste, schnellste und günstigste Technik für die Heimvernetzung sind die guten alten Kabelstrippen. Die mag allerdings nicht jeder in seinen Wohnräumen verlegen. Drahtlose Netze wie WLAN scheitern oft an zu dicken Wänden. Steckdosen-Adapter, die PCs oder andere Geräte über das vorhandene Stromnetz verbinden, sind dagegen zwar teurer, dafür aber auch am einfachsten zu handhaben. Man steckt sie einfach ein, und in den meisten Fällen funktioniert die Technik auf Anhieb.

„Prinzipiell ist bei Powerline-Adaptern von vornherein eine Verschlüsselung eingestellt“, so c’t-Redakteur Ernst Ahlers. „Allerdings sollten die Nutzer unbedingt das Standardpasswort ändern, ansonsten kann der Nachbar unter Umständen mithören oder -surfen.“

Damit keine Störungen auftauchen, sollte man bei Doppelsteckdosen die andere möglichst frei halten. Steckdosenleisten, Überspannungsschutzgeräte und Störfilter zwischen den Powerline-Adaptern sind tabu. Obwohl viele Geräte sich ähneln, sind die einzelnen Sets nicht unbedingt kompatibel zueinander. Wer sein Netz also später erweitern möchte, sollte beim gleichen Hersteller bleiben.

Auch wenn die Werbung eine Übertragungsrate von 200 MBit pro Sekunde verspricht, sollte man sich darauf nicht verlassen. Denn die Rate erreichen die Adapter nur bei günstigen Umständen auf der Stromleitung untereinander. Dem Anwender bleiben zwischen 30 und 50 MBit pro Sekunde übrig. Für Musik, Internet und Spiele reicht das allemal. Nur wer hochauflösende HDTV-Filme über das Netz schicken möchte, muss mit Aussetzern rechnen.

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