Die Highlights der Messe waste to energy 2007

140 internationale Aussteller und ein facettenreiches Konferenzprogramm rund um die Energiegewinnung aus Abfall und Biomasse: Die „waste to energy“ 2007 (9.-10. Mai 2007, Messe Bremen) bietet eine Fülle spannender Themen.

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Wenn Schmutzwasser das Haus verlässt, ist es im Mittel über 25 Grad Celsius warm, in der Kanalisation noch 15 Grad. Doch während man Wärme aus Abluft schon oft zurückgewinnt, wird Abwasser als Energiequelle vernachlässigt. Die Schweizer Rabtherm AG bietet ein System an, das die darin gespeicherte Energie für Heiz- und Kühlsysteme nutzt. Mit modernen Wärmepumpen erreicht man Nutztemperaturen von 65 bis 70 Grad Celsius – genug etwa für Warmwasser und Heizung bei Neubauten. Der Ausstoß an CO2 reduziert sich, die Betriebskosten sinken. (http://www.rabtherm.ch/)
Stand 5.H-15

Autoreifen, verdorbene Lebensmittel oder sogar Krankenhausabfälle liefern den Grundstoff für einen Dieselkraftstoff hoher Qualität. Das von der Alphakat GmbH entwickelte Verfahren der „katalytischen drucklosen Verölung“ simuliert den natürlichen Prozess der Erdölbildung bei einer Temperatur von bis zu 350 Grad Celsius. In den Abfällen enthaltene Schadstoffe werden in Form von Salzen und Kristallen gebunden; die Produktionskosten sind vergleichsweise gering. (http://www.alphakat.de)
10. Mai, Abschlussplenum P3, 16 bis 17.15 Uhr, Konferenzraum 1

Zukunftstechnologie oder Technik mit schwer abschätzbaren Folgekosten? Die Plasmavergasung hat als Diskussionsthema die Publikumsmedien erreicht. „Heiß wie die Sonne“, staunte der „Spiegel“, und nun können sich auch die Besucher der „waste to energy“ über das Verfahren informieren: Das französische Unternehmen Europlasma stellt seine Plasmabrenner vor, die als industrielle Heizsysteme zum Einsatz kommen, Energie erzeugen oder eine „vollständige thermische Entsorgung“ ermöglichen. Bei Temperaturen von mehreren tausend Grad Celsius wird Müll in Gase und eine glasartige Substanz verwandelt, die im Baubereich eingesetzt werden kann. (http://www.europlasma.com/)
Stand 5.F-21

Seit Mitte 2005 dürfen in Deutschland keine unbehandelten Abfälle mehr auf Deponien abgelagert werden. Was soll nun mit stillgelegten Deponiestandorten geschehen? In seinem Vortrag „Von der Müllkippe zum Energie- und Recyclingpark“ plädiert Gerd Mehler von der MTR Main-Taunus-Recycling GmbH dafür, dort Recycling und Energiegewinnungsanlagen zu betreiben – auch aus volkswirtschaftlichen und ökologischen Gründen. (http://www.mtr-gmbh.de/)
9. Mai, Eröffnungsplenum P 1, 11 bis 12 Uhr, Konferenzraum 1

Künstliche Intelligenz trifft „waste to energy“: Die Powitech Intelligent Technologies GmbH entwickelt Informationssysteme, die komplexe industrielle Produktionsabläufe verbessern helfen sollen – wie zum Beispiel den Brennvorgang in Waste-to-energy-Anlagen. Eine wichtige Rolle übernehmen dabei künstliche neuronale Netze, die ein selbstlernendes System ermöglichen. Zu den Powitech-Produkten zählen „modellbasierte Optimierer“, Flammenanalysekameras, Feuerraumkameras, Thermografie. Gezeigt werden zahlreiche Beispiele aus Müllverbrennungsanlagen, Kraft- und Zementwerken.
Stand 5.C-20

Weite Teile der ASEAN-Region, zu der auch Vietnam gehört, haben keine öffentliche Stromversorgung und eine kaum entwickelte Abfallwirtschaft. Die unkontrollierte Verkippung von Abfällen trägt zur Emission von Treibhausgasen bei. Erneuerbare Energien werden bisher wenig genutzt. Dr. Martin Wittmaier (Institut für Kreislaufwirtschaft GmbH) zeigt am Beispiel der vietnamesischen Insel Phu Quoc, wie durch anaerobe Abfallbehandlung von Hausmüll CO2-Emissionen reduziert werden können.
10. Mai, Session B 4, 14 bis 15.30 Uhr, Konferenzraum 2

Eine Pionierrolle beim Einsatz von alternativen Kraftstoffen könnten Flottenbetreiber übernehmen. Manuel Lage vom Bushersteller Iveco stellt ein Projekt der Stadt Madrid vor, wo schon heute alle Müllfahrzeuge mit Erdgas fahren. Als nächster Schritt ist der Umstieg auf Biogas geplant, das aus Siedlungsabfällen hergestellt werden soll. Mit einer jährlichen Produktion von 34 Millionen Kubikmetern Biomethan könnte die gesamte Flotte Madrids betrieben werden – inklusive der Busse im öffentlichen Nahverkehr. (http://www.iveco.de)
9. Mai, Session B 2, 16.30 bis 18 Uhr, Konferenzraum 2

Doppelwalzenvorbrecher, Hammermühle, Trommelhacker: Die Produktnamen der Zeno – Zerkleinerungsmaschinenbau Norken GmbH sprechen für sich. Das mittelständische Unternehmen aus dem Westerwald gilt als innovativer Maschinen- und Anlagenhersteller in den Bereichen Abfallsortierung und der Zerkleinerung und Aufbereitung von Rest- oder Wertstoffen. Am Firmensitz betreibt Zeno ein eigenes Technikum, wo unter realistischen Bedingungen „Probezerkleinerungen“ möglich sind. (http://www.zeno.de/)
Stand 5.H-10

Die Marke Gore-Tex ist in der Textilbranche Synonym für wasserdichte und zugleich atmungsaktive Bekleidung. Wanderjacken werden am Stand der W. L. Gore & Associates GmbH jedoch vermutlich nicht gezeigt: Die Membranfiltrations-Spezialisten aus den USA stellen verschiedenste Produkte für Industrie, Elektronik und Medizin her. Wegen seiner chemischen und thermischen Stabilität eignet sich expandiertes Polytetrafluorethylen (PTFE) auch für Filtrationsanwen dungen, bei denen aggressive Chemikalien oder hohe Temperaturen zum Einsatz kommen. (http://www.gore.com/)
Stand 5.H-30

Pressekontakt:
waste to energy 2007, Redaktionsbüro Milko Haase, Telefon: +49 4 21 / 3 30 58 06, E-Mail: milko.haase@tonline.de, http://www.wte-expo.de/