Europas größte Fachmesse für Nanotechnologie

Die von der G+J Expomedia Events GmbH veranstaltete europäische Leitmesse für Nano-Anwendungen, die Nanosolutions, findet vom 21. – 23. November 2007 Frankfurt statt.

Anzeige

Zu der diesjährigen Nanosolutions werden etwa 150 nationale und internationale Aussteller sowie 3.000 – 4.000 Besucher erwartet. Besucher der Messe erfahren, welche Entwicklungen aus den Nano- und Materialtechnologien reif für den Einsatz sind und wie Unternehmen daraus Innovationen mit hohem Mehrwert und Kundennutzen machen können.

Verwertung neuer Materialien – Carbon Nanotubes (CNT)
Carbon Nanotubes (CNT) versprechen durch ihre außergewöhnlichen mechanischen und elektrischen Eigenschaften in naher Zukunft eine interessante Ergänzung oder ein Ersatz für ITO (Indium Zinnoxid) zu werden. Die Fraunhofer Technologie Entwicklungsgruppe TEG präsentiert auf der NanoSolutions die neuesten Erkenntnisse zu den Verwertungsmöglichkeiten von CNT.

Neben Materialkosteneinsparung ermöglicht die Verwendung von CNT auch Beschichtungstechniken, bei denen dünne Schichten auf unterschiedliche, auch flexible Substrate aufgebracht werden können. Die Anwendungsmöglichkeiten dieser transparenten, elektrisch leitfähigen Filme sind vielfältig. Sie können als Widerstandsheizung auf diversen Oberflächen wie beispielsweise Hausfenstern, Front- und Heckscheiben im Automobilbereich oder als Spiegelheizung im Badezimmer gegen Betauung Einsatz finden.

Zudem lassen sich transparente leitfähige Schichten für Antistatikanwendungen, wie auch für transparente Elektroden in der Display- und Solartechnologie, einsetzen. Es können Beschichtungen mit einer einstellbaren elektrischen Leitfähigkeit realisiert werden. Die Beschichtung lässt sich auf das zu beheizende Objekt (z.B. Fenster) aufbringen und kann mittels zweier Elektroden kontaktiert werden. Durch das Anlegen einer Spannung wird infolge des elektrischen Widerstandes der Beschichtung elektrische Energie in Wärme umgewandelt.

Weltweit erste farbige Nanoglas-Oberflächen auf Edelstahl und Aluminium: Der neue Weg der chemischen Nanotechnologie: ein flüssiges Sol, das pro Kubikzentimeter Milliarden gläserner Nanopartikel enthält, wird mit hochgezüchteter Technologie auf die Oberfläche gesprüht. Bei der anschließenden Aushärtung verbinden sich die Millionstel Millimeter kleinen Teilchen zu einer gleichmäßigen, nur wenige Mikrometer dicken Glasoberfläche. Diese ist überaus widerstandsfähig, jedoch auch in gewissen Grenzen auch elastisch.

Mit Hilfe der Lösung „Glas auf Edelstahl“ zeigt die Engineered Nanoproducts Germany AG (EPG) auf der Nanosolutions die weltweit ersten Nanoglas-Oberflächen auf Edelstahl und Aluminium, die in vielen unterschiedlichen Farben hergestellt werden können. Hierbei werden anorganische Farbpigmente chemisch so perfekt in die Nanobeschichtungen eingebunden, dass robuste metallisch glänzende Farboberflächen entstehen. Die bei über 400 Grad ausgehärteten Farboberflächen sind hitzefest, bieten neben dem edlen Aussehen Korrosions- und Anlaufschutz sowie höchste Kratz- und Abriebfestigkeit, zeigen keine hässlichen Fingerprints, sind resistent gegen chemische Einflüsse und leicht zu reinigen.

Fernsehen der Zukunft
Die bisherige Dominanz des elektronischen Bildschirms könnte künftig vermindert werden. Auf der Nanosolutions stellt EPG eine sogenannte Lichtmanagementfolie auf Basis der Nanotechnologie vor, die auch bei Tageslicht für strahlende kontrastreiche Kinoprojektion sorgt, und dies mit einem handelsüblichen Projektor normaler Lichtstärke. Die Folie könnte dazu beitragen, künftig das Fernsehgerät im Wohnzimmer durch die perfekte großflächige Kinoprojektion im normal hellen Raum zu ersetzen.

Das Prinzip der Projektionswand: Sie besteht aus einer mit Nanotechnologie hergestellten Folie, die die empfangenen Lichtstrahlen des Projektors gebündelt wieder zum Betrachter zurückwirft, das Umgebungslicht aber gleichzeitig ausblendet. In der Folie befinden sich optisch wirksame Nanopartikel, die den Brechungsindex des Materials variieren und sich so organisieren, dass sie mikrometerfeine optische Lichtröhren quer zur Folienebene bilden.

Auf der Rückseite des sogenannten Lichtmanagementfilms ist eine Spiegelfolie angebracht, die die eingefangenen Lichtstrahlen am Ende der Lichtkanäle zurückreflektiert. Die von der EPG zum Patent angemeldete Erfindung ist bereits anwendungsreif. Das Material ermöglicht anspruchsvolle Kinoprojektionen im Wohnzimmer auch bei Tageslicht.

Auf der diesjährigen Nanosolutions weredn über 140 weitere Aussteller mit ihren spannenden Innovationen anzutreffen sein.

Weitere Informationen unter www.nanosolutions-frankfurt.de und www.nanotech-material-week.com.

Pressekontakt:
Expo XXI Köln, Britta Kolberg, Gladbacher Wall 5, 50670 Köln, Telefon: +49 221 / 35577-104, kolberg@ExpoXXI.de