Infrarot-Wärme formt Kunststoff-Rohre

Infrarot-Strahler von Heraeus helfen, Schläuche zu entspannen, Rohre zu biegen oder Muffen zu formen. Sie übertragen Energie kontaktfrei und erzeugen Wärme erst im Material. Dadurch kann die Erwärmung gleichmäßig und schnell erfolgen, das spart Energie und Platz und die Wärmeprozesse werden automatisierbar.

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Heraeus Noblelight präsentiert Infrarot-Strahler für die Kunststoffverarbeitung auf der Messe Fakuma in Friedrichshafen (14. bis 18. Oktober 2008, Halle B1 / Stand 1121). Für Abwasser, Entwässerung, Trinkwasser, Gas oder Kabelschutz braucht man Rohre. Kunststoffe, wie Polyethylen (PE), Polyvinylchlorid (PVC) oder Polypropylen (PP), ersetzen dabei zunehmend Beton, Steinzeug oder Kupfer.
Kunststoffrohre werden vor ihrem Einsatz in Form gebogen, mit Rillen für Dichtringe versehen oder sie erhalten Muffen, damit sie ineinander gesteckt werden können. Konventionell werden Heißluft, Heizmanschetten oder auch Bäder in heißen Flüssigkeiten genutzt, um die Kunststoffe zu erweichen und dann zu verformen. Infrarot-Strahler übertragen Energie dagegen kontaktfrei und erzeugen erst im Material Wärme. Dadurch kann die Erwärmung gleichmäßig erfolgen und es bleibt kein Material an der Heizquelle haften. Die gezielte und kontrollierbare Wärme verhindert thermische Schädigungen oder unschöne Druckstellen.

Infrarot-Strahler erwärmen gezielt Bereiche eines Rohres, etwa in dem man die beheizte Länge des Strahlers nach dem gewünschten Biegeradius wählt. Anders als etwa in einem Heißluftofen bleiben dabei die Randbereiche relativ kühl, das ermöglicht das einfache Halten der Teile und damit eine Automatisierung des Prozesses. Die Infrarot-Strahler lassen sich genau auf Material und Prozess ausrichten, das spart Energie. Durch die hohe Wärmeübertragungskapazität der Infrarot-Strahlung kann außerdem die Heizzeit reduziert werden, das hilft, schneller zu produzieren oder wertvollen Produktionsplatz einzusparen. Versuche im hauseigenen Anwendungszentrum zeigten, dass wenige Minuten Infrarot-Bestrahlung ausreichen, um PVC Rohre mit einer Wanddicke von mehr als 20 Millimetern zu durchwärmen.

Konventionell erfolgt das Muffen von Rohren mit Hilfe von Heizmanschetten, die durch engen Kontakt Wärme in den Kunststoff übertragen. Kurzwellige Omega Strahler sind kreisförmig gebogen und können gezielt kleine Bereiche erwärmen. Omega-Strahler oder kreisförmig angeordnete kleine Flächenstrahler erhitzen kontaktfrei Rohrenden und machen dort den Kunststoff weich, so dass eine Muffe geformt werden kann. Kurzwellige Infrarot-Strahler besitzen Reaktionszeiten im Sekundenbereich, dadurch können sie gut gesteuert werden. Sie übertragen Wärme schnell und mit hoher Leistung. Infrarot-Strahler müssen nur dann eingeschaltet werden, wenn ein Rohr bearbeitet wird, das spart zusätzlich Energie.

Heraeus Noblelight bietet außer den kurzwelligen Strahlern auch Carbon Infrarot-Strahler mit einem Spektrum, das besonders gut zu den Absorptionseigenschaften der Kunststoffe passt.
Carbon Infrarot-Strahler vereinen die wirksame mittelwellige Strahlung mit den kurzen Reaktionszeiten der kurzwelligen Strahler. Allen Heraeus Strahlern gemeinsam ist ihre Ausrichtung in Bauform, Größe und Spektrum auf den gewünschten Prozess. So werden auch komplizierte Wärmeschritte reproduzierbar und eine Automatisierung kann eingeführt werden.

Weitere Informationen unter www.heraeus-noblelight.com.

Pressekontakt:
Heraeus Noblelight GmbH, Reinhard-Heraeus-Ring 7, 63801 Kleinostheim, Dr. Marie-Luise Bopp, Telefon: +49 6181 / 35-8547, Fax: +49 6181 / 35-16 8547, marie-luise.bopp@heraeus.com