Privater TÜV zertifiziert Sauberkeit

Mit Bädern, Saunen, Solarien, Massagen und Physiotherapie will man die Körper leistungsfähig erhalten und daran verdienen. Doch wenn das dafür zuständige Gewerbe es mit der Hygiene nicht genau nimmt, droht das Gegenteil in Form von bakteriellen und viralen Infektionen und weitergehenden Erkrankungen. Wie aber soll der Kunde wissen, wo wahre Wellness wohnt, welcher Friseur die Instrumente seiner Kunst keimfrei hält oder welches Piercing Studio weiß, was es tut? Zwar gibt es in den öffentlichen Verwaltungen Hygienespezialisten, doch könnten die nicht überall sein, selbst wenn ihre Ämter personell besser ausgestattet wären.

Anzeige

Aus Berlin kommt die private Alternative, die mit dem „Deutschen Hygienezertifikat“ auf werbewirksame Selbstkontrolle setzt. „Es ist unfassbar, welche Hygienedefizite in vielen Studios und Geschäften herrschen, die sich der Gesundheit und dem guten Aussehen verschrieben haben“, ist Gerlinde Wagner, die die Idee zu einem unabhängigen Beratungs- und Prüfungsunternehmen hatte, immer wieder aufs Neue entsetzt. Auch der Verbraucher sei oft sehr sorglos. Bei einer nicht repräsentativen Umfrage erfuhr die Trägerin des Berliner Unternehmerinnenpreises von 2004, dass nur 25 Prozent der Besucher eines Nagelstudios über Hygiene nachdachten. Selbst vor dem Piercing, immerhin eine kleinere Operation, waren es nur 54 Prozent.

Wagner ist promovierte Pharmazeutin, ehemalige Apothekerin, Geschäftsführerin eines selbstgegründeten Pharmagroßhandels und inzwischen eben auch Erfinderin des Labels „Deutsches Hygienezertifikat“. Berlin und Hamburg sind derzeit ihre Testmärkte, aber schon bald soll der Hygiene-TÜV auf ganz Deutschland ausgeweitet werden. 150 geschulte Mitarbeiter schwärmen dann in die Republik aus. Die Zertifizierer arbeiten mit Checklisten, die mit Ärzten und Gesundheitsämtern erarbeitet wurden.

Gibt es Hunde im Piercing Studio oder vom Arbeitsplatz getrennte Wartebereiche? Wie werden die Schneidwerkzeuge der Pediküre oder das Wasser in Bädern gereinigt? Liegen alle Patienten der Physiotherapie- oder Massagepraxis auf derselben, ungereinigten Bank? Und wenn gereinigt wird, ist das Reinigungsmittel für das zu behandelnde Material überhaupt geeignet? „Viele Betriebe bemühen sich zwar um Sauberkeit, aber meistens wissen sie nicht, was dafür erforderlich ist“, sieht Wagner die Branche in einer Zwickmühle. Das Zertifikat mit dem Bild einer sich um einen Stab windenden Schlange lässt sich dann, so der Wagnersche Gedanke, werbewirksam im Laden unterbringen, so dass die Gebühren (350 Euro) für die ein Jahr gültige Deklaration schnell wieder eingespielt sind.

Weitere Informationen unter www.deutsches-hygienezertifikat.de.

Pressekontakt:
Deutsches Hygienezertifikat, Auf der Reutte 7, 14532 Kleinmachnow, Dr. Gerlinde Wagner, Telefon: +49 33203 / 88 49 28, Fax: +49 33203 / 82 32 1, info@deutsches-hygienezertifikat.de