Lasertechnologie ermöglicht neue Produktionsarten

Die Konstrukteure der Firmen Materialise, FKM, Freedom of Creation oder Future Factories kreieren Designs für Lampen, Stühle, Schmuckstücke oder Mode-Accessoires am PC und lassen diese dann per Laser-Sinter-Technologie fertigen. Fast jede erdenkliche Form wird konstruierbar, weil das Laser-Verfahren keine gestalterischen Restriktionen kennt. Auch andere Industriezweige, die auf individualisierte Fertigung oder Personal Customization setzen, stehen vor einem Paradigmenwechsel. Das betrifft Automobil- und Luftfahrtkonstrukteure genauso wie Hersteller von Medizingeräten, Robotern oder Zahnersatz. Die Firma EOS stellt die Laser-Sinter-Anlagen für den gesamten Weltmarkt her.

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Durch die Fertigung in Schichten werden Objekte mit komplexen Geometrien in einem Arbeitsgang möglich. Firmen wie Freedom of Creation aus den Niederlanden oder Materialise aus Belgien beschäftigen inzwischen eigene Abteilungen, in denen Produktdesigner systematisch die Möglichkeiten der neuen Technik ausloten. Sie nutzen die Laser-Sinter-Technologie, um Einrichtungsgegenstände wie Lampen oder Stühle, aber auch Modeartikel wie Schmuck, Handtaschen oder Brillen mit ungewöhnlichen Formen und Strukturen zu produzieren.

Abgesehen davon, dass die Firma Materialise über die größte Fertigungskapazität im industriellen Rapid Prototyping in Europa verfügt, erschließt das Unternehmen gegenwärtig durch seine Design-Abteilung MGX den Markt für Rapid Manufacturing mit innovativen Designs als Unikate wie auch als Serienobjekte. Für die Schmuckindustrie bietet das Laser-Sinter-Verfahren zudem das Potenzial, die Produktion von extrem filigranen und komplexen Strukturen zu industrialisieren. Das gleiche gilt für die Hersteller von Spielfiguren und Spieleteilen, die ebenfalls von dem hohen Individualisierungsgrad dieser Produktionsform profitieren.

Aber auch Sportartikelhersteller strecken zunehmend ihre Fühler nach der Laser-Sinter-Technologie aus. Zu den möglichen Anwendungen zählen Sporthelme, Skischuhschnallen, Sportschuhsohlen oder spezielle Fahrradsättel. Auch hier gilt: Die neue Produktionsform ermöglicht neue und individuelle Formen für unterschiedlichste anatomische Anforderungen, aber auch ganz neue Produkteigenschaften in punkto Funktionalität und Tragekomfort. Durch die individuelle Anpassung reduziert sich zudem das Verletzungsrisiko.

Daneben entwickelt sich eine ganz eigene Branche an Dienstleistungsfirmen und Zulieferern, die wiederum die Fertigung von Teilen oder kompletten Produkten übernehmen, wenn die Hersteller keine eigenen Laser-Sinter-Anlagen einsetzen. Eine erfolgreiche Vertreterin dieser neuen Zunft heißt FKM Sintertechnik aus dem nordhessischen Biedenkopf. FKM hat sich seit den Anfängen in den 90er Jahren zum europaweit größten Dienstleistungsunternehmen im Kunststoffbereich entwickelt und betreibt einen eigenen Maschinenpark mit 16 Maschinen, davon alleine 13 EOS-Anlagen. Als e-Manufacturing Partner von EOS liefert FKM für verschiedenste Firmen lasergesinterte Teileserien von bis zu 5.000 Stück. Zu den Kunden zählen Designer wie die Firma Freedom of Creation, aber auch Hersteller aus den Bereichen Maschinenbau, Flugzeugbau oder Automotive. Die jährlichen Umsatzsteigerungen von über 20 Prozent und eine stetig wachsende Kundenzahl belegen auch hier, dass diesem Markt die Zukunft gehört.

„Bayern hat sich zum Silicon Valley der Laser-Technologie entwickelt“, freut sich Dr. Hans Langer, CEO und Gründer von EOS. „Wir demonstrieren, dass High Tech auf Weltniveau in Deutschland geschieht. Mit unserem Laser-Sinter-Verfahren, der Schlüsseltechnologie für e-Manufacturing, ermöglichen wir Designern und Konstrukteuren künftig ein Universum an Möglichkeiten. Und das gilt für Schmuckdesigns genauso wie für die Fertigung von Robotergreifern. Vieles wird herstellbar werden, was bis heute technisch undenkbar war.“

Weitere Informationen unter www.eos.info.

Über EOS:
EOS wurde 1989 gegründet und ist heute Weltmarktführer im Bereich Laser-Sintern. Laser-Sintern ist die Schlüsseltechnologie für e-Manufacturing. Schnell, flexibel und kostengünstig entstehen Komponenten direkt aus elektronischen Daten. Das Verfahren beschleunigt die Produktentwicklung und modernisiert Produktionsprozesse. EOS hat sein Geschäftsjahr 2006/2007 mit einem Umsatz im Laser-Sintern von 59,7 Millionen Euro abgeschlossen. Das entspricht einer Steigerung von 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Unternehmen beschäftigt weltweit mehr als 250 Mitarbeiter, davon über 200 an seinem Hauptsitz in Krailling bei München.

Pressekontakt:
EOS GmbH Electro Optical Systems, Martina Methner, Robert-Stirling-Ring 1, 82152 Krailling, Telefon: +49 89 / 893 36-134, Fax: +49 89 / 893 36-284, martina.methner@eos.info