Technik bewahrt Rohre vor Kalk und Korrosion

Aufwand und Kosten für das Brauchwasser-Rohrnetz von Industrieanlagen lassen sich mit Hilfe des Aktivanodensystems Aquabion auf umweltfreundliche Weise gering halten. Diesen setzten häufig Kalkablagerungen und Korrosion zu. Um letztendlich Produktionsausfälle zu vermeiden, ist eine regelmäßige Wartung und Instandhaltung notwendig.

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An jeder Oberfläche, die im industriellen Produktionsbetrieb einem mineralreichen Medium ausgesetzt ist, bilden sich über Temperaturunterschiede hartnäckige Ablagerungen aus abgeschiedenem hartem Kalk. Die Folgen sind gravierend. So verengen sich Leitungsquerschnitte oder der Energietransport an Wärmeüberträgern wird beeinträchtigt. Eine Inkrustationsschicht von einem Millimeter Stärke verursacht bereits eine Erhöhung des Energiebedarfs um zehn Prozent.

Auf Kühlturmlamellen bilden die riffähnlichen Kalkstrukturen außerdem das Substrat für Algenwachstum. Umgekehrt entwickeln sich bei verzinkten Stahlrohren starke Korrosion sowie in Kupferleitungen Lochfraß. Diese treten vor allem bei kalkarmem oder aggressivem Wasser auf. Selbst wenn zunächst nur geringe Schäden entstehen, letztlich bedingt es die Störung der gesamten Produktionsanlage. Durch Produktionsausfall, Schädigung benachbarter Anlagenteile, hohem Wartungsaufwand und Imageverlust wird außerdem eine Reihe von unerwünschten Folgekosten verursacht.

Eine wenig komplexe, aber leistungsstarke Methode zur Reduzierung dieser Probleme stellt das Aquabion-System der Firma ION Deutschland dar. Es arbeitet ohne den Einsatz von Strom oder Chemikalien, sondern auf Basis einer Zink-Anode. Die traditionelle Opferanodentechnik verringert den korrosionsbedingten Materialverlust. Das Grundprinzip liegt in der Kombination von zwei Metallen unterschiedlicher elektrochemischer Wertigkeit. Im Wasserbehandlungssystem wird dadurch nun der Fluss eines Schutzstroms induziert, sodass zuerst das unedlere Zink korrodiert. Die Zink-Anode opfert sich also zum Schutz des übrigen Leitungssystems.

Diese Opferanodentechnik wird bereits seit Jahrzehnten im Schiffsbau dazu genutzt, Schiffsrumpf und –schrauben vor Korrosion durch aggressives Meerwasser zu schützen. Und in Form einer Magnesiumstabanode kommt es millionenfach in Boilern und Warmspeichern zur Anwendung. Seit etwa zwanzig Jahren setzt die Firma ION Opferanoden verschiedener Hersteller als innovativen Schutz von Brauchwasser-, aber auch von Trinkwasseranlagen ein.

Zusätzlich bewirken die Zink-Ionen im Wasser eine Veränderung der Kalkstruktur. Der Kalk wird – nach der künstlichen Ausfällung – nicht als Calcit sondern als Aragonit stabilisiert. Letzteres ist träge und gesättigt und hat eine geringere Anhaftungstendenz an Oberflächen und wird deshalb zum größten Teil mit der Wasserströmung abtransportiert. Deshalb bewährt sich dieses Verfahren gerade auch in Anlagen mit höheren Wassertemperaturen und dem damit verbundenen verstärkten Kalkausfall.

Dank einer Kombination strömungsdynamischer, physikalischer und chemischer Grundprinzipien vermag das System nicht nur neuen Schäden vorzubeugen, sondern auch bereits eingetretene Beeinträchtigungen abzubauen. Durch Reduktion oder gar Verzicht auf chemische Zusätze werden aber auch Wartungsaufwand und laufende Kosten verringert und nicht zuletzt beweist es ein umweltbewusstes Selbstverständnis.

Weitere Informationen unter www.aquabion.de.

Pressekontakt:
ION Deutschland GmbH, Mörsenbroicher Weg 19, 40470 Düsseldorf, Telefon: +49 211 / 61 87 0 – 0, Fax: +49 211 / 61 87 0 – 69, info@aquabion.de