Neues Gerät schweisst schneller

Lorch Schweißtechnik präsentiert mit der neuen S-Serie ein neues Verfahren für das Mig-Mag-Impulsschweißen – den Speed Pulse. Die Zeiten in denen Mig-Mag-Pulsen in der Praxis nur für Aluminium und Edelstahl angewendet wurde, haben damit ein Ende. Der Speed Pulse beschleunigt den Prozess um bis zu 48 % beim Stahl-Schweißen und mehr als 30 % bei Edelstahl. Dabei erreicht er überdurchschnittliche Pulsqualität der Schweißnaht, hervorragende Lichtbogenstabilität und tiefen Einbrand.

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War es bisher schon eine unumstrittene Tatsache, dass durch das Pulsschweißen die Handhabung des Lichtbogens auch beim Stahlschweißen erheblich einfacher und auch die Qualität der Schweißnähte deutlich besser ist, so kamen trotzdem in der täglichen Praxis in aller Regel Kurz- und Sprühlichtbogen zum Einsatz. Begründet wurde dies durch den Geschwindigkeitsvorteil den Standard-Mig-Mag-Geräte gegenüber Pulsanlagen aufgewiesen hatten. Der Grund für diesen Umstand war im bisherigen Puls-Prozessverständnis zu sehen. Man konzentrierte sich in der Entwicklung – mit der Zielsetzung einer optimalen Nahtqualität und daher maximalen Spritzervermeidung – schwerpunktmäßig auf einen exakt kontrollierten Übergang genau eines Tropfens pro Puls. Hierdurch war in der Vergangenheit aber auch das Maximum an Drahtabschmelzleistung schon durch die Pulsfrequenz weitgehend festgelegt. Die einfachen Folge war, dass die Mig-Mag-Puls-Technologie seither gegenüber den spritzeranfälligeren – aber durch die kontinuierliche Abschmelzleistung auch schnelleren – Kurz- und Sprühlichtbogen in punkto Geschwindigkeit unterlegen war. Trotz des höheren Nachbearbeitungsaufwands wurden deshalb Standard Mig-Mag-Anlagen oft als die produktivere Alternative in der Fertigung betrachtet. An genau dieser Stelle hat Lorch bei der Verfahrensentwicklung für die neue S-Serie angesetzt und konsequent an der Erhöhung der Abschmelzleistung im Pulsprozess geforscht.

Den Lorch Verfahrensspezialisten ist es bei der neuen S-Serie gelungen, statt einem einzelnen Pulstropfen, einen nahezu kontinuierlichen, zugleich aber nach wie vor gepulsten Materialtransfer ins Werkstück zu realisieren. Die Abschmelzleistung der S-Serie konnte damit bei Edelstahl um mehr als 30% und bei Stahl sogar um nahezu 50% gesteigert werden. Dass der Puls-Schweißprozess dabei – regelungstechnisch exakt kontrolliert – gerade nur nahezu kontinuierlich verläuft, war die große Entwicklungsleistung für diese Verfahrensneuheit. Denn Kurzschlüsse, wie sie bei einem tatsächlich permanenten Materialfluss entstehen, und sich durch hartnäckige Schweißspritzer negativ auf die Qualität der Schweißnaht auswirken, wollte das Auenwälder Entwicklerteam von Anfang an ausschließen. So ist es gelungen, den Kernvorteil der Puls-Technologie – die Spritzerfreiheit – auch in der neuen Produktgeneration der Saprom S komplett zu erhalten.

Um eine hohe Abschmelzleistung aber tatsächlich auch in Schweißgeschwindigkeit umzusetzen, müssen weitere Faktoren stimmen. Und hier ist den Schweißtechniktüftlern aus der Nähe Stuttgarts eine wahrer Schwabenstreich gelungen. Denn ein wesentlicher Vorteil der neuen Speed-Pulse-Technologie ist nicht nur, dass eine höhere Abschmelzleistung realisiert wird, sondern gleichzeitig ein tiefer Einbrand garantiert ist und die Kontrollierbarkeit des Lichtbogens deutlich verbessert werden konnte. Entscheidend dafür ist das – aufgrund der Regelungstechnik der neuen Lorch S-Baureihe – permanent gut sichtbare und spitze Drahtende, welches dem Schweißer massiv die Prozessbeherrschung erleichtert. Weiterer Pluspunkt für die Anwender in der täglichen Praxis: ein aufwändiges Einlernen oder gar eine Gewöhnung an eine veränderte Brennerhaltung sind bei dem neuen Verfahren nicht notwendig. Der Geschwindigkeitsvorteil kann – gerade im Stahlbereich – von praktisch jedem Berufsschweißer sofort in zusätzliche Meter Schweißnaht umgesetzt werden.

Weitere Informationen unter www.lorch.biz.

Pressekontakt:
Lorch Schweißtechnik GmbH, Leitung Marketing- & Produktmanagement, Andreas Rimböck, Im Anwänder 24-26, 71549 Auenwald, Telefon: +49 7191 / 503-0, Fax: +49 7191 / 503-199, andreas.rimboeck@lorch.biz