Pocos
System versorgt störungsfrei energieintensive Prozesse

Blindleistung und Oberschwingungen in elektrischen Industrie- und Verteilungsnetzen erhöhen einerseits die Betriebskosten. Andererseits verringern diese Phänomene die Zuverlässigkeit und Lebensdauer von elektrischen Anlagenteilen und Betriebsmitteln in den Netzen. Lösen lässt sich dieses Problem durch die Installation von Kompensationsanlagen beziehungsweise Filterkreissystemen.

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Dabei sind für eine störungsfreie Energieversorgung energieintensiver Prozesse beispielsweise in der Automobil-, Chemie-, Gas-, Gießerei-, Öl-, Papier-, Stahl- und Zementindustrie Kompensationssysteme oder Filterkreisanlagen erforderlich, die entsprechend der geforderten Personensicherheit im Falle eines Störlichtbogens Kurzschlussstromwerte bis zu 40 kA beherrschen.

Dies machte den Einsatz kompakter Anlagen in diesen Branchen bisher unmöglich, woraus hohe Investitionen für den Bau speziell abgesicherter Betriebsräume resultierten. Mit dem Pocos System stehen nun Kompensationsanlagen zur Verfügung, die die Anforderungen nach kompaktem Anlagendesign und störlichtbogengeprüfter Ausführung bis 40 kA nach IAC kombinieren und daher kostengünstig in bestehende Schaltanlagenräume integriert werden können.

Für den Betrieb elektrischer Anlagen und Maschinen ist eine Grundschwingungsblindleistung erforderlich. Wird diese aus dem Stromnetz des Energieversorgers bezogen, verringert dies die Übertragungskapazität installierter Betriebsmittel wie Transformatoren, Freileitungs- und Kabelverbindungen, was in einem verschlechterten Leistungsfaktor (Verhältnis von Wirk- und Scheinleistung, ausgedrückt als cos phi) resultiert.

Darüber hinaus erhöhen Oberschwingungen – nicht sinusförmig verlaufende Wechselströme – oberhalb des festgelegten Verträglichkeitspegels (z. B. IEC) die Verzerrungsblindleistung und beeinträchtigen den Leistungsfaktor ebenfalls. Gleichzeitig entsteht durch Oberschwingungen eine zusätzliche thermische Belastung der Betriebsmittel, die direkt zu Betriebsstörungen und Frühausfällen der betroffenen Anlagenteile sowie der entsprechenden Steuerungen beiträgt. Ein schlechter Leistungsfaktor beziehungsweise Oberschwingungen erhöhen daher die Betriebskosten und treiben den Wartungs- und Investitionsaufwand in die Höhe.

In der abnehmernahen Bereitstellung der erforderlichen Grundschwingungsblindleistung liegt folglich ein enormes Einsparpotenzial, das sich mit Kompensationsanlagen beziehungsweise Filterkreissystemen ausschöpfen lässt. Erfolgt die Aufstellung dieser Systeme in elektrischen Betriebsräumen gemeinsam mit Standardschaltanlagen müssen sie für den Fall eines Störlichtbogens entsprechend personensicher ausgelegt sein.

Pocos – kompakt und störlichtbogengeprüft bis 40 kA
Insbesondere bei industriellen Strom-Großabnehmern wie der Automobil-, Chemie-, Gas-, Gießerei- Öl-, Papier-, Stahl- und Zementindustrie verursachte die abnehmernahe Installation störlichtbogensicherer Kompensationsanlagen sehr hohe Investitionen. Denn die energieintensiven Prozesse erfordern teilweise eine Kurzschlussstrombemessung bis 40 kA, was den Bau speziell abgesicherter und in manchen Branchen sogar explosionsgeschützter Betriebsräume erforderlich machte.

Mit den schlanken Pocos Anlagen in Schrankbauweise der Power Quality Management (PQM), einem Geschäftsbereich der Maschinenfabrik Reinhausen, stehen nun erstmals Kompensationssysteme zur Verfügung, die durch störlichtbogensichere Ausführung bis 40 kA nach IAC (Internal Arc Classification) die Forderung nach Personensicherheit und kompaktem Design erfüllen.

Effektive Kompensation ohne separaten Betriebsraum

Die modular aufgebauten Pocos Kompensationsanlagen zum Einsatz in der Mittelspannungsebene sind in Schrankbauweise konzipiert. Neben den zur Kompensation erforderlichen Komponenten wie Kondensatoren und Drosselspulen sind alle funktionsbedingt notwenigen Schalt-, Schutz- und Regeleinrichtungen in das kompakte Schranksystem integriert. Die Anlagen werden als mehrstufige, automatisch gestaltete Systeme zu Verbesserung des Leistungsfaktors cos phi und/oder zur Verringerung von Oberschwingungen eingesetzt.

Dabei ermöglichen das Erscheinungsbild, schaltanlagenspezifische Abmessungen, die hohe Funktionalität und vor allem die nach IAC geprüfte Störlichtbogensicherheit die Integration in elektrische Betriebsräume zusammen mit Standardschaltanlagen. Vorzugsweise erfolgt die Installation an leistungsstarken Anschlusspunkten im Industriebereich. Hier trägt die hohe Kurzschlussleistung zu einer stabilen Energieversorgung bei, im Störfall treten jedoch hohe Fehlerströme auf. Dabei kommt es bei Pocos Kompensationsanlagen in IAC-Ausführung, die Kurzschlussstromwerte bis 40 kA beherrschen, zu keiner Gefährdung des Betreiberpersonals.

Pocos Kompensationsanlagen stehen als freistehende, rundum begehbare Anlagen sowie als Systeme mit Lichtbogendruckkanal mit Störlichtbogenqualifikation gemäß IEC 62271-200:2003-11 zur Verfügung.

Weitere Informationen: www.reinhausen.com

Die Reinhausen Gruppe ist in der Energietechnik tätig und besteht aus der in Regensburg ansässigen Maschinenfabrik Reinhausen GmbH (MR) sowie 22 Tochtergesellschaften weltweit. Kerngeschäft ist die Regelung von Leistungstransformatoren. Dies erfolgt vor allem mit Hilfe von Stufenschaltern, die das Übersetzungsverhältnis der Primär- zur Sekundärwicklung an wechselnde Lastverhältnisse anpassen und zusammen mit weiteren innovativen Produkten und Dienstleistungen eine störungsfreie Stromversorgung sicherstellen. Bedeutende Sparten sind zudem der Bau von Hochspannungsprüf- und Diagnosesystemen, die Herstellung von Verbund-Hohlisolatoren, die Konzeption von Anlagen zur Blindleistungskompensation sowie die Oberflächenmodifikation mit Hilfe der Atmosphärendruck-Plasmatechnik. Kunden sind die Hersteller von Hochspannungsgeräten und -anlagen, Energieversorgungsunternehmen sowie die stromintensive Großindustrie.

Pressekontakt: Schulz. Presse: Text., Doris Schulz, Martin-Luther-Straße 3, 70825 Korntal, Telefon: +49 7 11 / 85 40 85, ds@pressetextschulz.de