Studie
Finanzierungsprobleme im Mittelstand immer noch aktuell

Trotz der aktuell guten Stimmung und der positiven Zahlen vieler Unternehmen in den letzten beiden Quartalen ist die schwerste Wirtschaftskrise in der Geschichte Deutschlands für viele Mittelständler noch längst nicht ausgestanden. Davon zeugen nicht nur die aktuellen Insolvenzzahlen in Deutschland.

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Die Finanzwirtschaft stockt derzeit noch immer durch ihre eigenen Schwierigkeiten und bremst damit auch den Aufwärtstrend, den die Industrie mit vernünftiger Begleitung durch die Kreditinstitute durchaus schaffen könnte. Creditreform schlug kürzlich Alarm: Aktuell sind 113.000 der 3,3 Millionen Firmen wegen zu geringer Rücklagen in ihrer Existenz gefährdet. 18% mehr Unternehmen erhielten den Malus schwache Bonität.

Ohne einen kräftigen Aufschwung werden viele Firmen Zahlungsprobleme bekommen. Denn 40% haben nur eine Umsatzrendite von einem Prozent, was sie für Rückschläge extrem anfällig macht. Und einen Grund dafür, dass der mittelständische Bankensektor die Probleme der Großbanken auf die eigene Vergabepolitk überträgt und seine Kreditkosten ebenfalls verteuert, gibt es nicht. Das macht heute vielen Mittelständlern Probleme.

Wir brauchen deshalb eine flankierende Politik, die das Eigenkapital stärkt. Das ist teilweise schon eingeleitet, etwa die Thesaurierungsbesteuerung bei Personengesellschaften. Sie kann einen positiven Beitrag zur Stärkung der Selbstfinanzierung mittelständischer Personengesellschafen leisten. Unternehmen können thesaurierte Gewinne – wie Kapitalgesellschaften – mit 28,25% versteuern.

Erst bei Auflösung der Rücklage erfolgt eine Nachversteuerung analog zur Dividende mit 25%. Um die Finanzierungsprobleme im Mittelstand dauerhaft zu lösen, benötigen wir mehr und vor allem einfach handhabbare steuerliche Anreizsysteme, die eine Thesaurierung fördern. Mit Umsatzrenditen von unter einem Prozent und fehlenden Rücklagen besteht ein erhebliches Risiko, dass der Aufschwung schon wieder stirbt, bevor er im Mittelstand überhaupt richtig angekommen ist.

Weitere Informationen: http://www.hlb-deutschland.de/

HLB Deutschland ist bundesweit an 34 Standorten vertreten und beschäftigt 958 Mitarbeiter. Das Netzwerk wuchs laut der aktuellen Übersicht des International Accounting Bulletin (IAB) im vergangenen Jahr gegen den Trend um 9% und belegt mit einem Umsatz von 83,7 Millionen Euro (2008: 76,7 Mio. Euro) Platz 7 im Ranking der Netzwerk- und Verbundkanzleien. → http://www.hlb-deutschland.de/content/steuerberater_wirtschaftspruefer_rechtsanwaelte/index_ger.html

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