Elektronische Rechnungen
Vorsteuerabzug nur bei Echtheit der Herkunft möglich

Für elektronische Rechnungen ist ein verlässlicher Prüfpfad unabdingbar. In der Praxis jedoch gibt es keine konkreten Umsetzungen dafür. „Die Richtlinie hat mehr Verwirrung als Klarheit gebracht“, kritisierte Ulrich Schmidt, Senior Consultant bei der id-netsolutions GmbH, im MittelstandsWiki.de.

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Das Portal listet in einer mehrteiligen Serie die Probleme für Unternehmen auf. Denn nach den Vorgaben ist der Vorsteuerabzug nur nach der so genannten Echtheit der Herkunft möglich. Das bedeutet die Sicherheit der Identität des Lieferers oder des Dienstleistungserbringers oder des Ausstellers der Rechnung.

Allerdings ist es nach der neuen Richtlinie durchaus möglich, dass auch Freiberufler Rechnung als Worddokument via Mail verschicken darf, wenn der Kunde den Rechnungseingang sorgfältig dokumentiert und er selbst ein internes Kontrollsystem für die Erstellung der Rechnungen etabliert und die Prozesse genau beschreibt.

Doch ob das interne Kontrollsystem von Freiberuflern einer Überprüfung von außen standhält, ist unklar. Hier klafft die Lücke, denn es muss sichergestellt werden, dass zwischen Erstellung, Ausdruck und Übermittlung die Rechnung nicht verändert werden kann.

Als weitere Alternative zur Rechnung mit qualifizierter Signatur werden der E-Postbrief und De-Mail gehandelt. Bislang ist dies allerdings eine Minderheitenlösung. De-Mail und E-Postbrief haben nämlich den großen Nachteil, dass sie bislang nicht in der Signaturverordnung berücksichtigt werden. Auch der neue elektronische Personalausweis, der ebenfalls wie eine Signaturkarte rechtsverbindliche Unterschriften ermöglichen soll, ist sehr umstritten.

Pressekontakt: just 4 business GmbH, Thomas Jannot, Kranzhornstr. 4b, 83043 Bad Aibling, Telefon +49 8061 91019, E-Mail projekt@mittelstandswiki.de, www.mittelstandswiki.de