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Studie untersucht Informationsquellen zur Berufswahl

Jugendliche nutzen Social Media und insbesondere Facebook anders, als viele Unternehmen denken: denn für Ausbildungsinformationen spielen Facebook-Seiten keine Rolle. Das ist ein Ergebnis der Strim Schülerbefragung, die mit wissenschaftlicher Unterstützung der Hochschule für Technik in Stuttgart und in Kooperation mit der CyTRAP Labs GmbH im Frühjahr 2014 unter 2.000 Jugendlichen im Alter von 14 bis 24 Jahren in Deutschland, Österreich und der Schweiz durchgeführt wurde. Sponsor der Studie ist Oracle (Schweiz).

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Geht es um die Berufswahl und den richtigen Einstieg in die Ausbildung, nutzen Schüler als Informationsquellen vor allem Gespräche mit Eltern (rund 85 Prozent), Berufsorientierungstage (rund 80 Prozent) und Suchmaschinen (rund 76 Prozent). Jugendliche benötigen offenbar eine Bezugsperson ihres Vertrauens, die ihnen Orientierung gibt, damit sie den Überblick bei der Vielzahl an beruflichen Möglichkeiten und Fülle an Botschaften während der Berufsorientierung behalten.

In der Regel sind das die Eltern. Aber auch den Schulen und Lehrbetrieben fällt eine Schlüsselposition zu, denn im Rahmen der Berufsvorbereitung spielen Schnupperlehren und Berufsorientierungspraktika eine zunehmend wichtige Rolle. Ausschlaggebend bei der Entscheidung für einen Ausbildungsbetrieb sind für die Teilnehmer der Studie: die Entwicklungsmöglichkeiten im Beruf, die Übernahmechancen nach der Ausbildung, die Verdienstmöglichkeiten, die Qualität der Aufgaben sowie Aufstiegschancen.

Für die so genannten MINT-Berufe (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) zeigt die Studie unter anderem folgende Ansatzpunkte auf: Das Interesse der Schüler an MINT-Berufen ist nicht besonders hoch, dabei streben aber in Deutschland (37 Prozent) und Österreich (33 Prozent) im Vergleich zur Schweiz (15 Prozent) mehr als doppelt so viele Jugendliche einen technisch orientierten Job an.

Noch immer haben Schülerinnen (12 Prozent) deutlich weniger Interesse an MINT-Berufen haben als ihre männlichen Kollegen (47 Prozent). Wenn Mädchen einen MINT-Beruf erlernen möchten, interessieren sie sich in der Schule eher für die Grundlagenfächer (Mathematik und Naturwissenschaften) als für anwendungsorientierte Fächer, wie Technik oder Informatik. Diese Tendenz spiegelt sich dann letztendlich auch bei den angestrebten Berufen wider.

Jugendliche, die sich für MINT-Berufe interessieren, zeichnen sich durch den Wunsch nach Sicherheit im Leben aus. Ihnen sind Umweltschutz und soziale Verantwortung wichtig, ebenso ein positives Arbeitgeberimage. Sie lösen gern knifflige Aufgaben und arbeiten bereitwillig mit Freunden, Familienmitgliedern oder Bekannten im gleichen Unternehmen. Schließlich sind MINT-interessierten Jugendlichen die Unternehmens-Websites oder Unternehmensblogs mit Ausbildungsinformationen als Informationsquelle signifikant wichtiger als ihren Kollegen.

Dr. Volker Mayer, CEO der Strim Group AG sowie Herausgeber und Mitautor der Studie: „Lehrbetriebe sind gut beraten, Nähe zuzulassen, sich den Jugendlichen persönlich vorzustellen, Sinnvermittlung vor fachliche Inhalte zu stellen und den Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, Dinge auszuprobieren, um ihre Talente zu entfalten.“

Thomas Lohmann, EMEA Functional Applications Director HCM bei Oracle: „Für Unternehmen ist es elementar, die Denk- und Vorgehensweise von jungen Arbeitssuchenden zu verstehen, und sich proaktiv damit auseinanderzusetzen. Unternehmen müssen folglich ihre Recruiting-Prozesse überdenken und auch ihre eingesetzten HR-Software-Applikationen den neuen Bedürfnissen anpassen. Wer beim Talent-Management einem ganzheitlichen und strategischen Ansatz folgt, der ist seiner Konkurrenz um Längen voraus.”

Nützliche Links

Pressekontakt: Vibrio Kommunikationsmanagement Dr. Kausch GmbH, Edisonpark Haus C, Ohmstr. 4, 85716 Unterschleißheim, Telefon: +49 89 32 151 862, oracle_presseinfo@vibrio.de