Roland Berger
Autonome LKWs bieten Marktpotenzial für Hersteller und Zulieferer

Das autonome Fahren im LKW-Bereich wird künftig dazu beitragen, Straßenunfälle zu reduzieren und Gesamtbetriebskosten zu senken. Aus diesem Grund werden schrittweise immer mehr automatisierte Funktionen in den Nutzfahrzeugmarkt einziehen.

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Rechtlich wird autonomes Fahren auf deutschen Straßen erst ab 2025 möglich sein. Bereits heute sollte aber geklärt werden, welche Haftung OEMs, Zulieferer und Fahrer übernehmen müssen, sollte es trotz ausgereifter Technik zu einem Unfall kommen, so die neue Studie On the road toward the autonomous truck – Opportunities for OEMs and suppliers von Roland Berger Strategy Consultants.

„Trotz der noch offenen rechtlichen Fragen, sollten OEMs und Zulieferer diese Marktchance zeitig erkennen und für sich nutzen, um das eigene Modell- und Produktportfolio entsprechend auszubauen“, erläutert Roland Berger-Partner Sebastian Gundermann. „In Zukunft werden neue Anbieter wie Softwarezulieferer einen wichtigen Teil der Wertschöpfungskette für sich beanspruchen. Das wird die traditionellen Marktteilnehmer stark unter Druck setzen.“

Sicherheit und Kostenersparnis als Entwicklungstreiber
Vier Megatrends werden die LKW-Industrie bis 2025 verändern: Effizienz, Umweltschutz, Konnektivität und Sicherheit. Heute ist menschliches Versagen die Hauptursache für Unfälle auf Europas Straßen: Über 90 Prozent der Kollisionen gehen darauf zurück. Hier will die Europäische Kommission gegensteuern. Neu zugelassene Nutzfahrzeuge müssen deshalb bis Ende 2015 mit Spurwarnsystemen ausgestattet sein; ab 2018 ist zudem ein erweitertes Notbremsassistenzsystem Pflicht.

Neues Wertschöpfungspotenzial für Hersteller und Zulieferer
LKW- Hersteller und Zulieferer stehen nun vor der wichtigen Aufgabe, diese Systeme zu entwickeln und bereitzustellen. Dabei wird sich die Wertschöpfungskette der Nutzfahrzeugindustrie in den kommenden Jahren weiter ausdifferenzieren. Funktionsspezifische Automatisierungslösungen wie Abstands- und Notbremssysteme können die Hersteller von Zulieferern beziehen. Die Zulieferindustrie muss dafür die notwendigen Softwarelösungen und Sensortechniken entwickeln und bereitstellen. Komplexere Systeme, die mehrere Automatisierungsfunktionen verbinden, wie Abstandsregeltempomate und Spurwechselassistenten, bieten sowohl LKW-Herstellern als auch Zulieferern und spezialisierten Ingenieurserviceanbietern gute Geschäftsmöglichkeiten.

Weitere Informationen: Kostenfreie Studie

Roland Berger Strategy Consultants, 1967 gegründet, ist die einzige der weltweit führenden Unternehmensberatungen mit deutscher Herkunft und europäischen Wurzeln. Mit rund 2.400 Mitarbeitern in 36 Ländern ist das Unternehmen in allen global wichtigen Märkten erfolgreich aktiv. Die 50 Büros von Roland Berger befinden sich an zentralen Wirtschaftsstandorten weltweit. Das Beratungsunternehmen ist eine unabhängige Partnerschaft im ausschließlichen Eigentum von rund 220 Partnern. → www.rolandberger.com

Pressekontakt: Roland Berger Strategy Consultants, Claudia Russo, +49 89 9230 8190, claudia.russo@rolandberger.com